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Norddeutsche Rundschau

25. September 2017 | 10:02 Uhr

Pflanz-Aktion : Neue Pappeln für das Wäldchen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Nabu startet große Pflanzaktion am 12. April. Entwurzelte Bäume am Bielenberger Wäldchen sollen durch neue ersetzt werden.

„Etliche Pappeln, Weiden und Eschen im Bielenberger Wäldchen sind entwurzelt“, sagt Dr. Sybille Petersen, Vorsitzende der Glückstädter Nabu-Ortsgruppe. Ursache dafür waren die Stürme „Christian“ und „Xaver“ im vergangenen Herbst. Sie haben erhebliche Schäden verursacht: Im „Bielenberger Wäldchen“ – dem Naturschutzgebiet „Rhinplate und Elbufer Glückstadt“.

Über mehrere Wochen haben Mitarbeiter des Landesamtes für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz in Schleswig Holstein dort aufgeräumt., erklärt Dr. Sybille Petersen. „Den Mitarbeitern zeigten sich die Spuren der Verwüstung nun offensichtlich: riesige Lücken und offene Flächen dominieren das einstmals so dichte Bielenberger Wäldchen in Höhe Kollmar-Bielenberg.“

In einer groß angelegten Pflanzaktion am Sonnabend, 12. April, wollen die Mitglieder der Nabu-Ortsgruppe jetzt 100 Schwarzpappeln (populus nigra) pflanzen. „Damit sollen die entstandenen Wunden geschlossen werden“, sagt Dr. Petersen.

Die Jungbäume stammen von der befreundeten Nabu-Ortsgruppe Elmshorn, die diese aus „autochthonem“ – dies sind aus dem Gebiet der Elbmarschen stammendem Saatgut herangezogenen Bäume – auch schon an der Krückau ausgepflanzt hat.

„Schwarzpappeln sind typische Bäume der Flusslandschaften von zum Beispiel Elbe, Rhein und Donau und bilden neben Ulmen, Eschen und Eichen die sogenannte Hartholzaue“, erklärt Dr. Petersen. „Sie vertragen zeitweise Überschwemmungen sowie Übersandungen. Ihre Ansprüche an Licht und Wärme sind vergleichsweise hoch und sie bevorzugen nährstoffreiche, gut durchlüftete Böden. Ihr knorriger, bizarrer Wuchs mit Stammdurchmessern von bis zu über zwei Metern und ihre korkartiger Borke erinnern oftmals mehr an eine Eiche als an eine Pappel.“

Schwarzpappeln sind an der Elbe nur noch überaus selten anzutreffen, wurden sie doch in der Vergangenheit fast vollständig von den deutlich schneller und gerader wachsenden Hybrid-Pappeln verdrängt, auch im Bielenberger Wäldchen. „Die geplante Pflanzaktion ist damit nicht nur den Folgen der vergangenen Stürme geschuldet, sondern stellt auch eine Bereicherung des Arteninventars und damit der Biodiversität dar.“

Da die Nabu-Ortsgruppe immer Unterstützung gebrauchen kann, würde sich Dr. Petersen freuen, wenn sich noch Helfer für die Pflanzaktion am Sonnabend bei ihr melden würden. Erreichbar ist die Nabu-Vorsitzende unter der Telefonnummer 04124/2638.

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