zur Navigation springen
Norddeutsche Rundschau

19. Oktober 2017 | 10:05 Uhr

Kreisverwaltung : Neue Leiterin im Jugendamt

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Karin Kretzschmar tritt im Itzehoer Kreishaus die Nachfolge von Harry Strößner an. Die 48-Jährige leitet eine Abteilung mit rund 70 Mitarbeitern.

shz.de von
erstellt am 05.Dez.2013 | 12:15 Uhr

Vier Wochen lang hatte sie Gelegenheit, sich von Harry Strößner einarbeiten zu lassen. Jetzt übernahm Karin Kretzschmar die Leitung eine der ganz großen Abteilungen in der Steinburger Kreisverwaltung. Die 48 Jahre alte Mutter von zwei erwachsenen Töchtern ist die neue Chefin im Jugendamt und damit für die Führung von rund 70 Mitarbeitern verantwortlich.

Karin Kretzschmar bringt für die neue Aufgabe eine Fülle von Berufserfahrung aus vielen Bereichen rund um die Jugendhilfe mit. Die gelernte Erzieherin aus Brandenburg hatte ihre berufliche Laufbahn in einer Kindertagesstätte begonnen. Anschließend leitete sie einen aus einer Elterninitiative entstandenen großen Kinderladen. Zeitweise trug sie Verantwortung für rund 130 Mitarbeiter. Nebenbei bildete sie sich intensiv weiter: Personal- und Finanzmanagement, eine Zusatzausbildung zur Mediatorin und schließlich ein Studium an der Fachhochschule Potsdam stehen im Lebenslauf. Dann verschlug es Karin Kretzschmar in den hohen Norden. Sie übernahm eine Fachbereichsleitung bei der Kreisverwaltung in Husum, war in Rendsburg tätig und zog nach Elmshorn. „Es passte dann gut, dass die Stelle in Itzehoe frei wurde“, freut sich die 48-Jährige auf ihre neue Aufgabe. „Wir hatten eine echte Auswahl“, sagte Landrat Torsten Wendt zur Bewerberliste für die Nachfolge von Amtsleiter Harry Strößner, der sich in den Ruhestand verabschiedet hat.

Als sehr hilfreich empfindet es die neue Amtsleiterin, dass „ich die Jugendhilfe auch aus der Sicht der freien Träger kenne“. Nicht so recht glücklich ist sie mit den Büroräumen im Gebäude des ehemaligen Bahnhofshotels in der Itzehoer Viktoriastraße. „Staubig, alt und nicht gerade einladend“, findet sie ihr Arbeitsumfeld und fügt hinzu: „Steinburg übertrifft alles.“ Schließlich sollten die Jugendlichen in den Verwaltungsräumen doch auch Vertrauen entwickeln, was in diesem Umfeld nach ihrer Einschätzung nicht ganz einfach ist. Unausgesprochen hofft sie offensichtlich auf einen baldigen Neubau oder zumindest eine Sanierung von Teilen des Kreisgebäudes Allerdings seien die Äußerlichkeiten auch nicht das Wichtigste. „Viel bedeutender ist, dass man sich intern wohl fühlt und das Arbeitsklima stimmt.“ In ihrer Arbeit will sie vor allem auch inhaltlich neue Schwerpunkte setzen – neben den vielfältigen gesetzlich vorgegebenen Aufgaben. Ihr Amtsleiter-Büro hat sie bereits freundlich eingerichtet, auf der Fensterbank grüßt eine kleine Königin Elisabeth. Die für das Jugendamt bereits erstellte Organisationsuntersuchung findet sie gut. Sie soll jetzt Schritt für Schritt umgesetzt werden. Insbesondere im Internet soll es einen neuen Auftritt geben und das Besucher-Leitsystem im Kreishaus eingerichtet werden. Daneben sollen für die Jugendhilfe neue Standards und Bedarfe erarbeitet und ermittelt werden. „Damit wir die Hilfe dort anbieten können, wo sie auch wirklich benötigt wird.“ „Hierbei geht es vornehmlich um Hilfen zur Erziehung“, wirft Landrat Wendt ein. Das sei auch in Kooperation mit den Schulen „ein ganz großes Thema“.

Auch der Verwaltungschef hat sich hat sich für das neue Jahr hier einen Arbeitsschwerpunkt gesetzt. „Die Zahl der Jugendlichen ohne Schulabschluss muss zurückgeführt werden. Steinburg trägt hier die rote Laterne“, unterstreicht er den Handlungsbedarf. Wendt will ein kommunales Bündnis mit Jobcenter, Arbeitsagenturen und RBZ ins Leben rufen.

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen