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Norddeutsche Rundschau

18. August 2017 | 09:36 Uhr

Sparprojekt : Neue Lampen für die Straßen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Itzehoe rüstet weiter auf LED-Straßenleuchten um. Das spart Energiekosten und schont die Umwelt. Deshalb gibt es auch Fördermittel vom Bund.

Etwa ein Drittel des gesamten Stromverbrauchs einer Kommune entfällt auf die Straßenbeleuchtung. Die Stadt steuert seit zwei Jahren gegen: Quecksilber-Dampflampen werden gegen LED-Leuchten ausgetauscht. Der letzte Schritt ist jetzt vom Bauausschuss auf den Weg gebracht worden.

Eigentlich sollten in diesem Jahr 1225 Straßenlampen umgestellt werden. Doch die Ausschreibung brachte ein deutlich günstigeres Ergebnis als erwartet – so werden nun bis Dezember 1800 Leuchtköpfe umgerüstet. 20 Prozent der Investitionskosten übernimmt der Bund mit einem Zuschuss. Auch für die nächste und letzte Runde im kommenden Jahr sind bereits Fördermittel bewilligt. 700 000 Euro sollen ausgegeben werden, der Anteil der Stadt beträgt 565 000 Euro und muss noch im Haushalt eingeplant werden. Ein zinsgünstiges Darlehen der KfW-Förderbank steht bereit.

Insgesamt hat die Stadt rund 3600 Straßenleuchten. Bis Jahresende werden 2000 umgerüstet sein, 1000 weitere folgen im kommenden Jahr. Die restlichen 600 sind Energiesparlampen, für deren Umrüstung es keine Fördergelder gibt. Die Vorteile des Umbaus fasste die Verwaltung in der Vorlage für den Bauausschuss in zwei Sätzen zusammen: „Die Energieeinsparung von ca. 80 Prozent und die geringen Wartungskosten wirken sich positiv auf den städtischen Haushalt aus. Mit der deutlichen Reduzierung des Kohlendioxid-Ausstoßes wird für den Klimaschutz ein großer Beitrag geleistet, der Vorbildcharakter haben kann.“

Für Energiekosten und Wartung der Leuchten gibt die Stadt bisher 336 000 Euro pro Jahr aus. Nach der Umrüstung sollen es nur noch 147 000 Euro sein. Das heißt: „In ca. sechs bis sieben Jahren sind die Investitionskosten über die Einsparung bei den Energie- und Wartungskosten wieder ausgeglichen.“ Da brauchte der Bauausschuss vor seiner einhelligen Zustimmung keine Diskussion mehr.

Allerdings haben die LED-Leuchten Tücken, wie die bisherigen Erfahrungen anderer Städte und auch in Itzehoe zeigten. Das Licht geht zielgerichtet nach unten, seine Quelle ist nicht mehr zu sehen. Zwar seien die Messwerte höher, dennoch könne der Eindruck entstehen, dass die Beleuchtung dunkler sei als zuvor, stellt die Verwaltung fest. Ihre Folgerung: „Es ist zu prüfen, ob an ausgewählten Stellen, zum Beispiel an Kreuzungen oder bei großen Mastabständen, punktuell weitere Leuchten zu setzen sind.“

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erstellt am 23.Sep.2013 | 17:22 Uhr

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