Gegen den Engpass : Neue Kita-Plätze für Glückstadt

Stellten die Pläne des Kita-Werkes vor: Dörte Raßmus und Thorsten Sielk
Stellten die Pläne des Kita-Werkes vor: Dörte Raßmus und Thorsten Sielk

Kita-Werk der Kirche will kurzfristig Gruppenangebot erweitern.

shz.de von
20. Mai 2018, 08:00 Uhr

In Glückstadts Kindergärten fehlen Betreuungsplätze. Darüber besteht politischer Konsens. Doch wie das Problem von wem aus der Welt geschafft werden soll, darüber stritten die Parteien zuletzt. Hauchdünn mit fünf zu vier Stimmen fassten die Mitglieder des Hauptausschusses während ihrer jüngsten Sitzung kurz vor der Kommunalwahl den Grundsatzbeschluss, den Ausbau des Betreuungsangebotes mit dem Kita-Werk zu planen (wir berichteten). Thorsten Sielk, Prokurist des Kita-Werkes, und Dörte Raßmus, pädagogische Referentin, stellten die Pläne unserer Zeitung jetzt vor.

Alternativ hatte Jochen Nölke der der Stadt angeboten hatte, die leer stehenden Gebäude an der Stadtstraße 11 und 13 zu mieten. CDU und FDP sprachen sich für diese Option aus, SPD, Grüne und Piraten favorisierten das Kita-Werk. Das plant, die Kindertagesstätte an der Nordmarkstraße kurzfristig zu erweitern und mittelfristig auszubauen.

Thorsten Sielk wehrt sich gegen den CDU -Vorwurf, dass die Pläne des Kita-Werkes „Stückwerk“ seien. „Unser Konzept sieht Versorgungssicherheit vor“, betont er. Der Mehrbedarf sei akut, also müsse auch schnell gehandelt werden. Für das anstehende Kita-Jahr, das im August beginnt, fehlen in Glückstadt 30 Plätze, 19 davon für Kinder unter drei Jahren, elf für die etwas älteren Jahrgänge. 2919 dürfte sich der Fehlbedarf sogar noch erhöhen.

„In der Nordmarkstraße planen wir eine neue altersgemischte Vormittagsgruppe für 15 Kinder“, erklärt Raßmus. In der Kindertagesstätte Nordlichter im Paul-Gerhard-Haus in der Königsberger Straße sollen ebenfalls 15   neue Plätze entstehen. „Außerdem könnten wir in der Nordmarkstraße noch eine weitere Nachmittagsgruppe für 15 Kinder einrichten. Personal dafür suchen wir schon“, sagt Sielk.

Angedacht seien obendrein zwei Tagespflegegruppen mit jeweils fünf Kindern. All das sei in den bestehenden Räumen möglich. Es werde nur „kleine Baumaßnahmen in den Sommerferien geben“, kündigt Sielk an. Später sei dann ein Erweiterungsbau in der Nordmarkstraße geplant. Zur Finanzierung sagt der Prokurist: „Die Kirche lässt das Gebäude erstellen und finanziert es vor, die Stadt mietet es dann an, und das Kita-Werk betreibt es.“ Dieses Prozedere unterscheide sich nicht von dem privater Anbieter.

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