zur Navigation springen

Führungswechsel : Neue Ideen für Fundgrube gefragt

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Ute Scheel löst den Vorsitzenden Detlef Meyer an Spitze der Fundgrube ab. Die Unterstützung für Bedürftige ist in Burg nach wie vor gefragt.

shz.de von
erstellt am 21.Jan.2014 | 04:16 Uhr

„Neue Gedanken sind gefordert“, verabschiedete Detlef Meyer sich aus dem Vorstand der Burger Fundgrube. Der Burger Arzt hatte den Verein, der Bedürftige unterstützt, im Sommer 2008 aus der Taufe gehoben.

Wie sehr die Einrichtung nach wie vor in Burg benötigt wird, zeigen die aktuellen Zahlen. Rund 500 Menschen kommen pro Monat in die Fundgrube, finden dort Notwendiges für die Grundversorgung. Bei vielen Menschen, die von der Grundsicherung beziehungsweise Hartz IV leben, reicht das Geld schlicht nicht aus. Gegen Vorlage des Renten- oder des Hartz-IV-Bescheids vergibt die Fundgrube Ausweise an die Nutzungsberechtigten. Gegen einen geringen Obolus können die Menschen sich dann an den beiden wöchentlichen Ausgabetagen mit Lebensmitteln eindecken.

Heidemarie Rühmann, Leiterin der Ausgabe, unterstrich vor allem die Bedeutung der beiden Spendenboxen, wie auch des Kühltresens. Dieser sorgt für ein größeres Angebot im Frischebereich, die Spendenboxen stehen bei Edeka und Sky in Burg. Viele Bürger nutzen sie inzwischen, indem sie ein oder auch mehrere Teile ihres Einkaufs spenden. In der Fundgrube bilden die Lebensmittel der Spendenbox, zusammen mit den aus Geldspenden erworbenen Lebensmitteln das Rückgrat der Versorgung der Bedürftigen.

Dass 500 Menschen jeden Monat die Fundgrube nutzen, nannte Meyer gut für die Notwendigkeit der Institution Fundgrube, „aber auch beschämend für Burg“ – zeigt es doch den wachsenden Anteil der bedürftigen Einwohner, wobei auch Menschen aus den Nachbargemeinden die Fundgrube nutzen. Die Gemeinde unterstützt die Fundgrube jährlich mit 500 Euro.

Nicht nur Lebensmittel bekommen die Hilfesuchenden in der Fundgrube. Vermittlung zur Schuldnerberatung in Brunsbüttel, ein offenes Ohr sowie einen Plausch bei einer Tasse Kaffee gibt es ebenfalls, ebenso wie Geschirr, Spielsachen und andere Dinge für den Haushalt.

Rühmann unterstrich die gute Zusammenarbeit mit den Förderern und verwies auf die Sparkasse und Haus Sonnenschein. So stellte die Sparkasse vor Weihnachten eine Spendentanne auf. Kinder, die sonst ohne Geschenk hätten feiern müssen, konnten dort ihre Wunschzettel anheften. Wer wollte, konnte einen Zettel nehmen und den Wunsch erfüllen. Bei den übrigen Wunschzetteln sprang die Sparkasse ein. Im DRK -Alten- und Pflegezentrum Haus Sonnenschein gab es erneut ein Weihnachtsessen mit Gottesdienst.

Dienstags und freitags von 10 bis 11 Uhr und von 15 bis 16 Uhr hat die Fundgrube in der Waldstraße 9 offen. „Fünf nach Neun sind die ersten oft schon da“, berichtete Rühmann. Auch das ein Beleg für die große Bedeutung der Einrichtung für Burg.

Bei den Vorstandswahlen herrschten Einstimmigkeit und Kontinuität. Ute Scheel, seit Gründung des Vereins 2. Vorsitzende, löste Detlef Meyer ab, dem sie für sein jahrelanges Engagement dankte. Ute Klenke wurde neue stellvertretende Vorsitzende. Wiedergewählt wurden Kassenwart Harald Scheel und Beisitzer Ewald Schröder. Schriftwart Dirk Krohn und Beisitzer Andreas Hamann standen nicht zur Wahl. Durch die Wahlen führte Bürgermeister Hermann Puck, der die Grüße der Gemeinde überbrachte und für das große, langjährige, ehrenamtliche Engagement der Mitglieder und Unterstützer der Burger Fundgrube dankte.

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen