Stadtentwicklung : Neue Ideen für eine alte Abkürzung

Marode: In der Pünstorfer Straße vor der B  77 muss ständig geflickt werden.
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Marode: In der Pünstorfer Straße vor der B 77 muss ständig geflickt werden.

Pünstorfer Straße zwischen Fasanenweg und B 77 in Itzehoe: Beliebte, aber marode Strecke rückt in den Fokus.

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13. Juni 2014, 17:00 Uhr

Es gilt Tempo 30 auf der Pünstorfer Straße zwischen Bundesstraße 77 und dem Beginn der Wohnbebauung am Fasanenweg. Aus gutem Grund – die Straße ist in miserablem Zustand. Thema war das in den städtischen Gremien immer wieder, erstmals wird jetzt eine mögliche Abhilfe konkret geprüft. Den Auftrag dazu erhielt die Verwaltung im Stadtentwicklungsausschuss.

Im Januar hatte Vorsitzender Sönke Doll (SPD) darum gebeten, Sanierungsmöglichkeiten darzustellen. Nun präsentierte die Tiefbauabteilung mehrere Varianten und favorisierte einen Vollausbau mit einem zwei Meter breiten Gehweg vom Fasanenweg bis zum Forst- und Wanderweg, Einengungen sowie weiteren Schritten zur Verkehrsberuhigung in der restlichen Pünstorfer Straße. Denn: „Zunahme des Durchgangsverkehrs ist nicht erwünscht“, so die Sitzungsvorlage. Bisher führen meist Ortskundige auf dieser Strecke, „aber nicht verkehrsgefährdend und nicht übermäßig“. Diese Variante sei für die Stadt zwar mit geschätzten 240 000 Euro die teuerste, aber dennoch wirtschaftlichste: „Hohe Kosten haben auch einen hohen Nutzen.“

Die Strecke ist ein alter Wirtschaftsweg, der sich über Jahrzehnte auch zur Durchfahrtsroute entwickelt hat. Für den öffentlichen Verkehr ist sie nach wie vor nicht gewidmet, er wird nur geduldet. Der Zustand der Straße gilt als durchaus gefährlich, besonders für Zweiräder. Bisher wird nur nach Bedarf geflickt – das, so die Verwaltung, sei als weitere Lösung zwar erst einmal günstig, aber auf Dauer wegen des fehlenden Nutzens „extrem unwirtschaftlich“.

Es sei sehr sinnvoll, überhaupt etwas zu unternehmen, sagte Thomas Wudtke (FDP) als Anwohner des Fasanenwegs, der die marode Straße immer wieder thematisiert hatte. Es sei eine „Katastrophenstrecke“, auch für Radfahrer und Fußgänger. Sie einfach ganz zu sperren, ist nicht geplant. Das gab es schon einmal, erinnerte Berndt Doege (UWI). „Das hat nicht lang gehalten, nachdem die Bevölkerung dagegen gelaufen ist.“

Als eine Diskussion über einzelne Ausbauvarianten auszubrechen drohte, bremste Vorsitzender Doll: Es gehe erst einmal nur um eine grobe Zielrichtung und eine Planungsgrundlage für die Haushaltsberatungen. Zwei Möglichkeiten sollen geprüft werden, wie der Ausschuss der Verwaltung einstimmig mitgab: Der Vollausbau mit Asphalt oder eine neue Asphaltdecke, nachdem der Weg durchgefräst, verdichtet und profiliert wurde. Geschätzte Kosten: 100 000 Euro. Auch Einzelheiten zur Verkehrsregelung werden noch zu klären sein. Einige Pflöcke schlug Doll schon ein: Nur Anliegerverkehr zuzulassen, sei „Quatsch“, die Beschränkung auf 3,5 Tonnen Gewicht müsse bleiben, und es müsse verkehrsberuhigt gebaut werden.

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