zur Navigation springen

Jugendzentrum : Neue Ideen für das Juze gesucht

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Die Schließung des Jugendzentrums in Burg ist vom Tisch. Jetzt will Bürgermeister Hermann Puck auf den Förderverein zugehen, um neue Ideen zu entwickeln.

shz.de von
erstellt am 31.Jan.2014 | 17:02 Uhr

Der Betrieb des Jugendzentrums läuft weiter. Die Schließung ist vorerst vom Tisch – grundlegende Änderungen soll es dennoch geben, wie Bürgermeister Hermann Puck im Interview verrät.

 

Herr Puck, Sie waren in der vergangenen Woche bei der Kommunalaufsicht des Kreises. Worum ging es bei dem Treffen?

Hermann Puck: Wir waren in der Gemeindevertretung im Dezember vergangenen Jahres davon ausgegangen, dass wir nach bestem Wissen und Gewissen alles richtig gemacht haben, als wir die beschlossen, das Jugendzentrum zu schließen. Zumal auch von Kreisjugendpflegerin Silvia Petersen während der Sitzung keine Einwände kamen. Sie hätte bei einem Fehlverhalten ja durchaus die Möglichkeit gehabt, uns darauf hinzuweisen. Das ist aber leider nicht geschehen. Da kam die Mitteilung der Kommunalaufsicht am nächsten Tag für uns überraschend.

 

Was hat die Kommunalaufsicht nun konkret bemängelt?

Es geht um Paragraf 47f der Kommunalverfassung. Dort heißt es unter anderem, dass die Belange der Jugendlichen ausreichend zu würdigen seien. Durch die umfangreiche Beratung im Fachausschuss haben wir das Thema intensiv diskutiert. Die Jugendlichen hatten während der Gemeindevertretung das Wort, was aber nicht zu neuen Aspekten geführt hat. Unserer Ansicht nach hatte der Beschluss also direkt im Anschluss gefasst werden können. Die Kommunalaufsicht legt den Paragrafen so aus, dass zwischen Anhörung und Beschlussfassung eine Zeit hätte vergehen sollen.

 

Wie geht es jetzt weiter?

Wir haben den Hinweis von Herrn Holger Krömer von der Kommunalaufsicht ernst genommen und den Beschluss vorläufig aufgehoben. Das wird während der Gemeindevertretung am 18. Februar noch einmal offiziell beschlossen. Es ist nur schade, dass wir für die weiteren Planungen so viel Zeit verlieren.

 

Wofür? Wie sieht den der Plan für das Jugendzentrum aus?

Da muss ich erst einmal ganz klar sagen, dass wir zu keinem Zeitpunkt vorhatten, dass Juze komplett zu schließen. Schon gar nicht aus finanziellen Gründen, wie es zeitweise spekuliert wurde. Es ging immer nur um einen begrenzten Zeitraum, während dem wir die Jugendbetreuung in der Gemeinde neu aufstellen wollten. Dazu gehört die Einrichtung eines Arbeitskreises und das Hospitieren des Juze-Leiters in anderen Einrichtungen, um zusätzliche pädagogische Erfahrung zu sammeln. So wollen wir neue Impulse für Burg bekommen. Das muss nun alles während des laufenden Betriebs statt finden und wird sich weiter verzögern.

 

Sonst bleibt alles beim Alten?

Es wird einige Änderungen geben. Dafür werden wir auch das Gespräch mit dem Förderverein suchen, um für die Jugendlichen ein optimales Konzept zu erarbeiten. Dabei geht es auch darum, alle Jugendlichen anzusprechen und ihnen einen Raum zu bieten.Als ersten Schritt haben ich eine Dienstanweisung erstellt, die durch die nächste Gemeindevertretung beschlossen werden muss. Die gilt dann erst einmal als Richtlinie für den Betrieb des Jugendzentrums.

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen