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Norddeutsche Rundschau

14. Dezember 2017 | 16:31 Uhr

Neue Gruppe vor dem Start

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Sozialausschuss befürwortet zusätzliches Angebot in der Kita Kastanienallee / Finanzausschuss tagt heute

von
erstellt am 17.Jun.2016 | 17:01 Uhr

Fenster raus, Brandschutztür rein – in der Kita Kastanienallee könnte eine zusätzlich Elementargruppe zügig und ohne allzu großen baulichen Aufwand eingerichtet werden. „Damit haben wir etwas Gutes auf den Weg gebracht“, unterstrich im Sozialausschuss der Vorsitzende Henning Schlüter (BFK). Einig waren sich die Politiker im Gremium: Das Angebot wäre ein Schritt weiter in Richtung Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Eltern in der Störstadt bräuchten die Unwägbarkeit der Kita-Warteschleife nicht zu fürchten, Neubürger könnten ihren Nachwuchs unproblematisch unterbringen.

Heute Abend wird sich der Finanzausschuss mit der Empfehlung der Sozialpolitiker befassen. Zwar konnten sich letztere noch nicht auf aktuelle Zahlen stützen. Ein Blick in die Kitas zeige jedoch, dass die vormittäglichen Elementar- oder Familiengruppen (altersgemischt) gut gefüllt sind. Sinnvoll erschien eine Erweiterung des Angebots außerdem angesichts des Aufnahmestopps für Nachwuchs aus anderen Kommunen in den Einrichtungen des Umlands.

Positiv bewertet hatte der Sozialausschuss die Einrichtung einer weiteren Gruppe für Kinder im Alter von drei bis sechs Jahre bereits in seiner vorvergangenen Sitzung: Die Verwaltung war gebeten worden, bei den örtlichen Trägern von Kindertageseinrichtungen nachzufragen, wie sich die Einrichtung einer weiteren Elementargruppe für das Kindergartenjahr 2016/17 gestalten könnte. Jetzt lagen Auskünfte von der evangelischen Kirchengemeinde sowie vom Verein für Gemeindepflege (VfG) auf dem Tisch. Vorschlag der Kirche: Entweder Ausbau des Obergeschosses der „Kleinen Arche“ (Gemeindehaus Lindenstraße) mit rund 100  000 Euro Baukosten oder den Ausbau im Kindergarten „Schulberg“ mit zirka 250  000 Euro. Der VfG nannte eine Containerlösung mit Anschaffungs- und Ausstattungskosten von 180  000 Euro oder die Umnutzung des bestehenden Bewegungsraums in der „Kita Kastanienallee“ mit Kosten in Höhe von rund 76  000 Euro. Hinzu kommen jeweils jährliche kommunale Betriebskosten von rund 40  000 Euro. „Auch wenn keine superaktuellen Anmeldeziffern vorliegen“, so Horst Nitz , spreche die Keli sich für die Investition in die Zukunft aus. Die Wählergemeinschaft sei pragmatisch vorgegangen und befürworte den Ausbau der Kita Kastanienallee. „Erstens befindet sich das Gebäude in städtischem Besitz und zweitens ist es die kostengünstigere Variante“, so Nitz. Die als Alternative vom VfG angebotene Containerlösung würde die Keli nicht gutheißen. „Container sind unzumutbar“, teilte Susanne Stüdemann (SPD) die Keli-Meinung. Auch BFK-Vertreter Lars Wiegand sprach sich für die Einrichtung im städtischen Gebäude aus.

Im Sinne einer Attraktivitätssteigerung der Stadt stimmte auch die CDU zu. Allerdings fragten Dieter Schaaf und Peter König nach dem Verhältnis von Investitionen und gewonnenem Raum. Nitz stellte dem entgegen, dass der Raum bei allen Einrichtungen endlich sei, und daher eines Tages über einen kompletten Kita-Neubau nachgedacht werden müsste. Der Vorsitzende rief in Erinnerung: „Es bestand grundlegend Einigkeit, den Weg schnell zu gehen.“

Damit war die Entscheidung für den Ausbau des Bewegungsraums in der Kita Kastanienallee gefallen. Denn Kirchengemeinderats-Chef Günter König hatte zuvor erklärt, dass die Kirche ihre Vorhaben erst zum Kindergartenjahr 2017/18 realisieren könne. Wiebke Tischler, zweite Vorsitzende des Vereins für Gemeindepflege (VfG), sah den Start der Gruppe im September zwar „supersportlich“, aber machbar. Die Verwaltung wurde gebeten, Zuschüsse Kreis und Land für die Einrichtung der Elementargruppe einzuwerben, der Finanzausschuss, die notwendigen Haushaltsmittel bereitzustellen.

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