Itzehoer Innenstadt : Neue Grenzen im Zentrum

Künftig soll sich der Kernbereich des Handels auf den Bereich zwischen Breiter Straße und La-Couronne-Platz konzentrieren.
Künftig soll sich der Kernbereich des Handels auf den Bereich zwischen Breiter Straße und La-Couronne-Platz konzentrieren.

Der Handel soll konzentriert werden. Die Pläne für Nahversorgung in Wellenkamp wurden festgeschrieben.

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29. Oktober 2018, 11:45 Uhr

Nicht nur Handel, auch Dienstleistung und Gastronomie. Die obere Feldschmiede werde bunter, meint Thomas Carstens, Wirtschaftsförderer im Rathaus. Deshalb diente sie ihm als positives Beispiel: Die Innenstadt müsse multifunktionaler gedacht werden. Das soll die Fortschreibung für das Einzelhandelskonzept erreichen, die im Stadtentwicklungsausschuss behandelt wurde. Auch das neue Nahversorgungszentrum in Wellenkamp soll festgeschrieben werden.

Anlass für die Expertise waren die vorbereitenden Untersuchungen für die Innenstadt-Sanierung. Dafür möchte die Stadt Fördergelder bekommen, eine vertiefte Untersuchung des Handels wurde notwendig. Denn das bisherige Gutachten stammt aus dem Jahr 2011.

Die erste Fortschreibung schlägt vor, den zentralen Versorgungsbereich in der Innenstadt enger zu fassen, der baurechtlich gegen schädliche Einflüsse durch andere Vorhaben geschützt werden kann – Stichwort „Grüne Wiese“. Das Hauptzentrum für Handel soll der „Knochen“ zwischen Behrens & Haltermann und dem Holstein-Center sein, heraus fallen Lindenstraße, obere Feldschmiede, südliche Breite Straße und Sandberg.

„Ein Schlag ins Kontor der Betroffenen“, kritisierte Rainer Lutz (DAFI). Auch Hans Emil Lorenz (UWI) war nicht einverstanden, zudem sei das Gutachten wegen vieler Fehler keine geeignete Grundlage für die Planung. Bauamtsleiterin Bettina Bühse hielt dagegen: Die Innenstadt werde nicht kastriert oder eingedampft. In den betroffenen Bereichen werde mehr möglich sein als vorher, ob Gastronomie, Dienstleistungen oder Wohnen. „Wir wollen niemandem die Existenz nehmen“, betonte die Amtsleiterin. Es sei eine Chance für die Randbereiche, unterstrich auch Carstens. Mit knappen Mehrheiten empfahlen der Stadtentwicklungs- und der parallel tagende Wirtschaftsausschuss, dass die Ratsversammlung das Konzept für verbindlich erklären soll.

Eindeutiger war das Ergebnis bei der zweiten Fortschreibung für das Einzelhandelskonzept. Sie widmet sich der gesamten Stadt, Kernpunkt ist allerdings die Verlagerung der Nahversorgung in Wellenkamp – weg vom Alsenskamp, hin zum Kamper Weg mit dem geplanten Neubau eines Aldi- und eines Rewe-Marktes. Zu groß und eine Konkurrenz für die Innenstadt, meinte die UWI. Sie plädierte für einen Frischemarkt an der Wellenkamper Chaussee zwischen dem Kreisverkehr am Alsenskamp und der Bahnunterführung. Genau dort sei das Interessenbekundungsverfahren vor acht und sechs Jahren zwei Mal gescheitert, erinnerte Wirtschaftsförderer Carstens. Man sei doch froh, Investoren für das neue Projekt gefunden zu haben, sagte Dirk Busch (CDU). Es werde Zeit, da weiterzumachen.

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