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spendenaktion : Neue Fliesen für altes Freibad

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Förderverein ruft Spendenaktion ins Leben, um Fliesen im Lägerdorfer Freibad zu erneuern. Am kommenden Sonntag findet dafür um 11 Uhr eine Info-Veranstaltung statt. Bis 2016 soll die Sanierung beendet sein.

Das Lägerdorfer Freibad ist in die Jahre gekommen. Es ist zwar laufend saniert und modernisiert worden, doch einiges stammt noch aus der Anfangszeit 1956. Dazu gehören vor allem die 2000 Quadratmeter Meter großen Fließen und Steinflächen. Bis zur Festsaison 2016 sollen diese jetzt gegen neue Fliesen ausgetauscht werden. Dieses ehrgeizige Ziel hat sich der Förderverein Freibad, der die Einrichtung für die Gemeinde betreibt, vorgenommen. „Wir haben ein Dreijahresprogramm ausgearbeitet“, sagt der Vorsitzende Peter Böge.

Nach der Sommersaison im Herbst geht es los – und zwar in Eigenarbeit und mit Hilfe von Sponsoren und Förderern. Denn die Arbeiten sprengen den finanziellen Rahmen des Vereins – deshalb rufen Peter Böge und seine Vereinskollegen eine Spendenaktion ins Leben. Auftakt ist Sonntag, 1. September, ab 11 Uhr. „Jeder, der mitmachen will, uns unterstützen oder sich auch nur informieren möchte, ist eingeladen“, sagt Böge. Der Vorsitzende wird dann auch die neuen Fliesen zeigen. Sie sind weinrot, rutschfest und entsprechen neuesten Sicherheitsvorgaben. Die Sponsoren können einen Quadratmeter Fliesen für 30 Euro kaufen. „Das Geld wird zweckgebunden verwendet“, betont der Vorsitzende. Auf einer Tafel werden später sämtliche Spender erwähnt. Der Förderverein beginnt die Sanierung im September mit der 200 Quadratmeter großen Terrasse. Dafür sind bereits genügend Gelder eingegangen, so dass die Arbeiten zügig beginnen können. Bis 2016 soll dann das gesamte Bad neu gefliest sein.

Bei der Eröffnung 1956 war das Lägerdorfer Freibad das erste Bad in Schleswig-Holstein mit einer wettkampftauglichen 50-Meter-Bahn, erklärt Böge. Zwei Jahre später seien hier deshalb auch die norddeutschen Schwimm-Meisterschaften ausgetragen worden. Bis 2005 betrieb die Gemeinde das Bad in Eigenregie, doch um das hohe Defizit zu senken, wurde es dem Förderverein übergeben. 120 000 Euro beträgt zurzeit noch der jährliche Defizit, das die Gemeinde zu tragen hat. „Wir wollen das Bad auf jeden Fall erhalten, es ist auch ein Ort der sozialen Kontakte“, erklärt Sülau. Er freut er sich deshalb über die vielen Aktivitäten, die der Förderverein schon eingeleitet hat, um das Bad noch attraktiver zu machen Dazu gehören auch die Schwimmkurse für Kinder mit Sandra Boll. Immerhin hätten in diesem Sommer acht Mädchen und jungen Schwimmen gelernt.

Insgesamt passierten in diesem Jahr bisher 16 000 Besucher das Kassenhäuschen, eine Zahl mit der Verein zufrieden ist. „Besonders in den Ferien war es hier voll“, sagt der Felix Köpsel, der seit 1. April neuer Schwimmmeister in Lägerdorf ist. Am Spitzentag kamen knapp 800 Besucher. Eine Fragebogenaktion habe dabei ergeben, das 40 Prozent aus Lägerdorf kommen, die restlichen 60 Prozent aus der Region.

Zusammen mit dem Verein und der Gemeinde will er auch versuchen, das Bad noch wirtschaftlicher zu betreiben. So kann er sich die Zusammenarbeit mit anderen Freibäder, unter anderem Kellinghusen, vorstellen. Auch im Bereich Energie und Wasser – pro Jahr werden vier Millionen Liter Wasser verbraucht – sieht Köpsel noch Einsparpotenzial. Während Köpsel auch im nächsten Jahr noch dabei sein wird, sucht die Gemeinde für 2014 noch eine Kassiererin. Interessenten können sich beim Bürgermeister melden.

 

 

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erstellt am 26.Aug.2013 | 16:08 Uhr

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