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Norddeutsche Rundschau

13. Dezember 2017 | 20:27 Uhr

Stördorf : Neue Flagge mit dem Mühlensymbol

vom

Gemeinde wirbt mit maritim-idyllischer Lage

shz.de von
erstellt am 18.Mai.2013 | 07:51 Uhr

Stördorf | "Wir haben uns ein eigenes Wappen und eine Flagge gegönnt." Stolz präsentiert Stördorfs Bürgermeister Helmut Sievers die Flagge mit der Mühle auf grünem und dem Stör auf blauem Grund. Öffentlich präsentiert wird sie beim Kinder- und Dorffest, das am Sonnabend, 1. Juni, gemeinsam mit der Gemeinde Landrecht im und am Feuerwehrhaus in Kasenort gefeiert wird.

Die Spiele für Kinder beginnen um 13.30 Uhr, die für alle anderen am Abend gegen 19 Uhr. Dass die Stördorfer Flagge dort am Fahnenmast hängen wird, ist mit Bürgermesiter Paul Harder in Landrecht abgesprochen. So wie beide Gemeinden hier kooperieren, ist es auch in anderen Bereichen: Neben Feuerwehr, Kinder- und Dorffest ist das die Seniorenbetreuung und das Senioren taxi "Guten Tag". Schließlich besteht ein gutnachbarschaftliches Verhältnis zwischen den beiden maritim-idyllisch gelegenen Orten. Vier Ortsteile gehören zu Stördorf: Stördorf, Honigfleth, Kathen und Kasenort, wobei letzterer wieder zum Teil auch auf Landrechter Gebiet liegt. Zur Landrechter "Zunge" gehören Parkplatz und Schleuse. Die Schleuse selbst gehört der Stadt Wilster. Es ist also für Außenstehende nicht so ganz einfach, sich zurecht zu finden. Die Einwohner wissen die "ziemlich zentrale" Lage Stördorfs zu schätzen. In fünf bis zehn Minuten sind sie in Wilster oder in der Kreisstadt Itzehoe, in einer halben Stunde in Hamburg. "Und wir sind schnell auf dem Wasser", fügt Helmut Sievers schmunzelnd hinzu. Bekau, Wilsterau und Stör laden zum Kanu- oder Segelspaß ein. "Wir haben hier ein rundum schönes Wohnen auf dem Lande."

Dennoch ist sich auch der Bürgermeister des demografischen Wandels in seiner Gemeinde bewusst. "Dem würden wir gern entgegentreten." Resthöfe gehen immer mehr aus der Landwirtschaft in private Hand. "Wir haben viele junge Familien, die anfragen." Doch bauliche Veränderungen wie der Abriss des alten Gebäudes für einen Neubau macht die Bausetzgebung unmöglich. "Das muss geändert werden." Denn auch gerade für junge Familien sieht sich die Gemeinde eigentlich gut aufgestellt, Einkauf und Schulversorgung sind kein Problem. "Wir haben mit Wilster einen guten Standort", betont Sievers. Kita, Grundschule und Gemeinschaftsschule sind zu erreichen - selbst per Rad oder Bus, ebenso die Gymnasien in Itzehoe. Zumal die Eltern künftig wieder von der Beteiligung an den Schülerbeförderungskosten befreit sein werden. Die Gemeinde bietet zudem älteren Schülern und Auszubildenden bis 18 Jahren einen Zuschuss zu den Fahrten. Schüler, die nachmittags nach dem Unterricht nicht von der Schule aus Wilster nach Hause kommen können, können das Gute-Nachmittag-Taxi nutzen.

Ganz besonders stolz sind die Stördorfer auf die Schöpfmühle in Honigfleth - Wahrzeichen der Wilstermarsch und natürlich der Gemeinde, die 1518 erstmals urkundlich erwähnt wurde und 2018 ihr 500-jähriges Bestehen feiern wird. 740 Hektar groß ist Stördorf, und zählt 131 Einwohner, deren Interessen sieben Gemeindevertreter, allesamt der kommunalen Wählervereinigung angehörend, vertreten. Nach der Kommunalwahl werden zwei Neue dabei sein. "Wir sind schon darauf bedacht, aus allen vier Ortsteilen mindestens einen Vertreter zu bekommen." Das klappe allerdings nicht immer als Direktvertreter. In der Gemeindevertretung geht es harmonisch zu, die Finanzlage ist "noch ganz gut". Wichtige Themen wie Ansiedlung von Windkraftanlagen werden über Einwohnerversammlungen entschieden. Durchweg gebe es Konsens. Eine Herausforderung für die Gemeinde ist die Unterhaltung der vielen Wege. Vieles wird gemeinschaftlich geregelt, die Gemeindestraßen sind "gut in Schuss". Nicht so die Kreisstraße 12, die wolle der Kreis voraussichtlich aber im Juni erneuern.

"Es bringt Spaß, ein Ehrenamt in einem kleinen Ort auszuführen", sagt Helmut Sievers. Zumal in Stördorf "eine gute Dorfgemeinschaft" bestehe.

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