Herbst 2015 : Neue Elbfähre Brunsbüttel-Cuxhaven kommt

Fährverbindungen zwischen Brunsbüttel und Cuxhaven gab es schon mehrfach. Zuletzt stellte die Elbe-Ferry vor 15 Jahren den Betrieb ein. Jetzt versucht es ein anderer Reeder.

shz.de von
15. Mai 2015, 06:47 Uhr

Brunsbüttel/Cuxhaven | Die Elbfähre zwischen Brunsbüttel und Cuxhaven soll wiederbelebt werden. Eine estnische Reederei will ab Herbst mit drei Schiffen im Stundentakt Lastwagen, Autos und Passagiere über die Elbe befördern. Das Schifffahrtsunternehmen AS Tallink Grupp gründete dafür im März die Elb-Link-Reederei mit Sitz in Cuxhaven. Details sollen auf einer Pressekonferenz am Freitag mitgeteilt werden.

Die Elbfähre Brunsbüttel-Cuxhaven wird sich als dritte Elbquerung in einer relativ dünn besiedelten Region gegen die bereits bestehende Fährverbindung zwischen Glückstadt und Wischhafen sowie gegen den Hamburger Elbtunnel behaupten müssen. Ein Gutachten vom April 2014 kam jedoch zu dem Schluss, dass eine Fährverbindung in der Elbmündung bei hoher Auslastung wirtschaftlich betrieben werden kann, wenn moderne Schiffe mit Flüssiggasbetrieb eingesetzt werden.

Unter anderem erwarten die Experten eine stetige Zunahme des Verkehrsaufkommens in der Region, so dass die Routen über Hamburg beziehungsweise über Glückstadt zunehmend an ihre Kapazitätsgrenzen gelangen: Staus in Hamburg und Wartezeiten an der Fähre sind die Folgen.

Die neue Fährverbindung könnte daher etwa Speditionsunternehmen als Kunden gewinnen. Weitere wichtige potenzielle Kunden seien auch im Chemiepark Brunsbüttel, heißt es in dem Gutachten. Die Experten gehen davon aus, dass ein Großteil der Fahrgäste Touristen sein werden - denn die Regionen auf beiden Seiten der Elbe sind attraktive Urlaubs- und Ausflugsziele.

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