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Itzehoer Stadtentwicklung : Neue Eigenheime in Tegelhörn

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Im Baugebiet am Kolbe-Weg entstehen zwei Mehr- und neun Einfamilienhäuser/ Aktuell kaum freie Baugrundstücke in Itzehoe vorhanden

von
erstellt am 15.Apr.2016 | 05:00 Uhr

Fast täglich ist Henry Hinz in letzter Zeit zu seinem Bauplatz am Kolbe-Weg gefahren. Noch ist nicht einmal die Baugrube für sein neues Haus ausgeschachtet, lediglich erste Erdarbeiten laufen schon. Dennoch kann der 39-Jährige kaum abwarten, bis es endlich losgeht. Weil ein zweites Kind in Planung ist, wird sein Reihenhaus am Albert-Schweitzer-Ring zu klein. Ein neues Eigenheim soll her. „Außerdem ist ein Haus ja eine gute Wertanlage.“ Hinz ist einer von zehn Bauherren, die gestern aus der Hand von Bürgermeister Andreas Koeppen ihre Baugenehmigung erhielten. „Was wir in Itzehoe brauchen, sind junge neue Bürger, die auch in der Stadt bleiben wollen“, sagte Koeppen an die Grundstückseigentümer gerichtet, darunter überwiegend junge Familien, die meisten aus Itzehoe und der Region, einige auch aus Hamburg.

7000 Quadratmeter ist das neue Baugebiet groß, das Projektträger Stefan Weißert in den vergangenen Monate erschlossen hat. Die einzelnen Grundstücke, die er zum Quadratmeterpreis von 130 Euro anbot, messen zwischen 350 und 800 Quadratmeter. Zwei Vierfamilienhäuser mit altengerechten Wohnungen, die später vermietet werden sollen, und neun Einfamilienhäuser sollen entstehen.

Henry Hinz kann seine Vorfreude kaum verbergen. Seit über einem Jahr sucht er nach einem Grundstück, fand mehrere im Itzehoer Umland, in der Kreisstadt selbst jedoch hielt es schwer. Angesichts günstiger Zinsen ist die Nachfrage hoch. „Ich hätte das Gebiet drei Mal verkaufen können“, sagt Weißert. Im Frühjahr vergangenen Jahres habe er mit der Vermarktung begonnen, im Herbst sei alles weg gewesen. In der Stadtverwaltung ist der Notstand bekannt: „Momentan sind kaum freie Baugrundstücke verfügbar“, sagt Stadtplaner Marc Springer (siehe auch Infokasten).

Abhilfe soll ein neues Wohnquartier auf dem ehemaligen Kleingarten-Gelände im Kratt schaffen – allerdings nicht vor 2017. „Zurzeit läuft ein Bieterverfahren, um einen privaten Investor zur Entwicklung von rund 100 Grundstücken beziehungsweise Wohneinheiten auszuwählen.“ Weiter denke die Stadt darüber nach, an der Haidkoppel in Pünstorf 18 Grundstücke zu erschließen. So glaubt man für die Zukunft gut aufgestellt zu sein: „Der politische Beschluss für die Entwicklung des Quartiers Eichtal-Kratt soll die Nachfrage der nächsten Jahre auch angesichts der günstigen Zinslage decken“, sagt Springer.

Henry Hinz muss sich um diese Frage keine Gedanken mehr machen. Er wird in nächster Zeit andere Sorgen haben. Auf seinem Grundstück sollen in der übernächsten Woche die Bagger anrücken. Geht alles gut, will er Ende des Jahres mit seiner Familie in die neuen vier Wände einziehen.


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