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Norddeutsche Rundschau

17. Oktober 2017 | 23:00 Uhr

Bildung : Neue Computer für die Grundschulen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Die Itzehoer Grundschulen sollen für 60 000 Euro Computer, Beamer, Laptops und Lernsoftware bekommen. Die bisherige IT-Ausstattung ist veraltet.

von
erstellt am 09.Jun.2016 | 05:00 Uhr

Mit einem Finger tippt Jannis (8) auf der Tastatur: „K wie Känguru“ gibt er in die Suchmaske ein. So heißt das Buch, das er gerade gelesen hat. Am Rechner will er nun einige Quizfragen dazu beantworten. Nach wenigen Mausklicks kann das Spiel beginnen. Wenn Lehrerin Konstanze Wittig mit Jannis und den anderen Kinder der Klasse 2a der Grundschule Edendorf im Computerraum arbeiten will, dann muss sie die Schüler nicht lange bitten. Sofort springen sie auf und laufen los, die Kinder arbeiten gerne am PC. Auch in der Grundschule ist der Rechner mittlerweile fester Bestandteil des Unterrichts.

Das Problem ist allerdings: Die IT-Ausstattung an den fünf Itzehoer Grundschulen ist veraltet, acht Jahre haben die Computer an der Grundschule Edendorf auf dem Buckel. „Für das Betriebssystem Windows XP gibt es schon seit April 2014 keine Updates mehr“, sagt Schulleiter Kay Grünbauer. Der Internetfilter der Schule werde seit Jahren nicht gewartet, in den Fachräumen gebe es zwar Netzwerkdosen, die jedoch nicht nutzbar seien. „Neben Rechnern mit einem aktuellen Betriebssystem brauchen wir unbedingt jemanden, der unser Computer-Netzwerk betreut und pflegt.“

Nachdem sich die Schulleiter aller Itzehoer Grundschulen zusammengetan und einen entsprechenden Antrag gestellt haben, schaffen Politik und Stadtverwaltung nun Abhilfe. Ein IT-Konzept für Grundschulen wurde in diesen Tagen öffentlich ausgeschrieben. Grundlage ist eine Musterlösung des Instituts für Qualitätsentwicklung an Schulen (IQSH). Es wird ein Anbieter gesucht, der den Schulen nicht nur eine zeitgemäße Ausstattung zur Verfügung stellt, sondern sie auch regelmäßig betreut und wartet.

Zwei Beamer und 17 Computer soll demnach jede der fünf Schulen bekommen, 16 für den Computerraum, einen für das Lehrerzimmer, dazu sechs Laptops, die die Pädagogen nach Bedarf in den Klassenräumen einsetzen können – alle ausgestattet mit einem zeitgemäßen Betriebssystem und aktueller Schulsoftware, wie Lese-, Rechen- oder Sprachprogrammen. „Updates sollen regelmäßig eingepflegt werden, wenn etwas nicht läuft kommt jemand vorbei“, sagt Yvonne Kühl vom Amt für Bildung, die das Projekt betreut. 60 000 Euro stellt die Stadt jedes Jahr dafür bereit. Geht alles gut, sollen die Rechner ab Oktober dieses Jahres laufen.

Schulleiter Kay Grünbauer ist mit diesem Konzept zufrieden. „Damit können wir gut arbeiten.“ Zwei bis drei Stunden in der Woche würden die Kinder an der Grundschule Edendorf den Computer benutzen. Da sei es nur sinnvoll, eine zeitgemäße Ausstattung zur Verfügung zu stellen. Dass der Einsatz von PCs im Unterricht unumgänglich ist, steht für Grünbauer außer Frage: „Über 90 Prozent aller Haushalte verfügen über mindestens einen PC. Darauf muss Schule natürlich reagieren.“ Selbstverständlich kämen die Rechner in verantwortungsvoller Weise zum Einsatz: „Das Abschreiben von der Tafel soll durch den Computer nicht vernachlässigt werden.“


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