Informationsveranstaltung : Neue Chance: Ausbildung in Teilzeit

Informierten über die Möglichkeiten von Teilzeitausbildung: Kerstin Frowein und Mirja Laser.
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Informierten über die Möglichkeiten von Teilzeitausbildung: Kerstin Frowein und Mirja Laser.

Fachfrauen informieren über die Möglichkeit in Teilzeit zu arbeiten.

shz.de von
01. November 2013, 17:05 Uhr

„Das Schöne am System Teilzeitausbildung ist, dass es keine starren Vorgaben gibt und somit eine ganz individuelle Gestaltung möglich ist“, erklärte Mirja Laser von der Industrie- und Handelskammer Kiel. Sie und ihre Kollegin Kerstin Frowein von der Handwerkskammer Lübeck informierten Interessierte über die Möglichkeiten der Teilzeitausbildung. Unter dem Dach des lokalen Bündnis für Familien Glückstadt und den Gleichstellungsbeauftragten des Kreises Steinburg fand in der Familienbildungsstätte zum zweiten Mal die kreisweite Informationsveranstaltung statt.

Teilzeitausbildung heißt beispielsweise, dass mit dem Ausbildungsbetrieb ganz individuell die Arbeitszeiten abgesprochen werden können. In einer Teilzeitausbildung müssen 75 Prozent der regulären Ausbildungszeit absolviert werden. Eine Verkürzung und Verlängerung der Ausbildungszeit ist ebenso möglich.

Nicht ganz so flexibel ist das System in Bezug auf den schulischen Teil. „Da es noch nicht so viele Auszubildenden in Teilzeit gibt, kommt in den Berufsschulen keine ganze Klasse zusammen“, sagte dazu Kerstin Frowein. Das bedeutet für die Auszubildenden, dass sie den Berufsschulunterricht mit den Vollzeitauszubildenden absolvieren müssen. Das wird meist Ganztags-, manchmal auch Blockunterricht beinhalten. Dazu ist eine hohe Flexibilität vor allem bei der Organisation von Kinderbetreuung nötig.

Diese Form der Ausbildung wird meist wahrgenommen von Frauen mit Kindern und von pflegende Angehörigen. Beim Suchen einen Betriebes wird geholfen. Im Internet ist beispielsweise eine Stellenbörse für Teilzeitausbildungen zu finden unter www.teilzeit-ausbildung.de. Aber sowohl Mirja Laser als auch Kerstin Frowein stehen für individuelle Beratungen zur Verfügung.

Der zweite Teil der Informationsveranstaltung hatte das Thema „Selbstständigkeit in Teilzeit“. Dazu referierte Astrid Nielsen von „Frau und Beruf“. Sie hatte eine ausführliche Information über die ersten Schritte in eine Teilzeitselbstständigkeit vorbereitet. Aufgrund der mittlerweile jedoch gesunkenen Teilnehmerzahl gab sie jedoch nur eine Kurzeinführung in das Thema und ging dann ganz individuell auf die verbliebenen Teilnehmerinnen ein. Die meisten hatten bereits die Veranstaltung kurz vorher verlassen, weil sie zunächst auf der Suche nach einem geeigneten Ausbildungsplatz waren. Wer gezielt Fragen hat, kann sich an Astrid Nielsen über „Frau &  Beruf“ wenden.

>Veranstalter waren die Gleichstellungsbeauftragten im Kreis Steinburg, Frau und Beruf Itzehoe, das Lokale Bündnis für Familie Glückstadt, das Projekt „Ausbildung in Teilzeit“, die Familienbildungsstätte Glückstadt, die Beauftragte für Chancengleichheit der Arbeitsagentur Heide, Monika Schmudde, und die Beauftragte für Chancengleichheit des Jobcenters Steinburg, Regina Zuther.


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