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Norddeutsche Rundschau

23. August 2017 | 23:33 Uhr

Ferienleseclub : Neue Bücher, neue Leser

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Trotz des guten Wetters ist der Ferienleseclub in der Stadtbibliothek auch in diesem Jahr sehr beliebt – 284 Kinder machen mit.

„Warum konnte die Familie der Bombardierung in Dresden entkommen?“, möchte Elke Voß wissen. „Weil Marlene abgehauen war“, antwortet Tamara. Marlene ist ein Elefant. Sie spielt eine der Hauptrollen in Michael Morpurgos Roman „Elefantenwinter“. In dem Buch geht es um die Flucht von Lissy und ihrer Familie im zweiten Weltkrieg – per Elefant. Es ist eines von 506 aktuellen Büchern, die der Ferienleseclub in der Stadtbibliothek in diesem Sommer anbietet.

Auch die 15-jährige Tamara macht mit. Zwölf Bücher hat sie bereits gelesen. „Ein total schönes Buch“, urteilt sie, während Bibliothekarin Elke Voß ihr ein paar inhaltliche Fragen dazu stellt. Dann gibt es einen Stempel fürs Logbuch, worin alle gelesenen Bücher samt persönlichem Kommentar vermerkt sind.

„Wir hatten bisher 1809 Entleihungen“, erzählt Voß. „Das sind jetzt schon 6,5 pro Person – und wir haben noch einige Tage Ferien vor uns.“ Kritischer seien die Kinder und Jugendlichen geworden: „Was nicht gefällt, wird gleich wieder abgegeben.“ Thematisch wird alles geboten – „nicht nur heile Welt“. Trotz des guten Wetters zählt Voss mit bisher 284 Teilnehmern, davon 132 Neulinge, nur zehn weniger als im Vorjahr. Anmeldungen seien weiter möglich.

Für zwei Wochen nimmt auch Bastian an dem Lesevergnügen teil. Er wohnt eigentlich in Salzgitter in Niedersachsen, besucht aber für zwei Wochen seine Großeltern in Itzehoe. Eine Woche war er mit ihnen an der Weser – natürlich mit Lektüre. „Da hat die Oma schon vorgesorgt“, berichtet Großvater Volkert Brömer. Zum dritten Mal macht Bastian im Leseclub mit, aber auch zum Rudern und „Daddeln“ sei noch Zeit. „Was Lustiges oder was Spannendes mit Abenteuer und so“ sind seine Favoriten. Sechs Bücher hat der 13-Jährige schon gelesen, „Die drei Fragezeichen: Das Rätsel der Könige“ soll das siebte werden.

Frederike (15) und Morgana Fé (14) können sich kaum entscheiden. „Ein paar Bücher hätte ich nie gelesen, wenn sie hier nicht gestanden hätten“, erklärt Morgana. Einen „wilden Mischmasch“ aus 38 Büchern hat ihre Freundin Frederike seit Ferienbeginn verschlungen. Und damit ist sie nicht allein: „Der Trend geht dazu, alles total exzessiv zu lesen“, so Voß. Seit der 5. Klasse sind die beiden Neuntklässlerinnen schon dabei. „Es macht Spaß“, sind sie sich einig. „Und man lernt immer die neuesten Bücher kennen.“

 

 

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