zur Navigation springen
Norddeutsche Rundschau

18. Dezember 2017 | 21:37 Uhr

Seekrieg : Neue Ausstellung über Mythos Emden

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Der Verein für Kultur und Geschichte Hohenlockstedt präsentiert Schau über das Kriegsschiff und seine Besatzung. Erster Offizier wohnte zeitweise in Kellinghusen.

von
erstellt am 16.Jan.2016 | 08:00 Uhr

Die „Emden“ war nur ein kleiner Kreuzer – und doch wurde sie zu einem der bekanntesten Kriegsschiffe der kaiserlichen Marine. Sie war zu Kriegsbeginn 1914 im indischen Ozean unterwegs, schoss Ölanlagen in Brand, kaperte und zerstörte 23 gegnerische Handelsschiffe und versenkte zwei Kriegsschiffe. Und trotzdem genoss die Besatzung – auch im Ausland – Respekt, denn sie soll Menschenleben geschont und Gefangene gut behandelt haben. Über Schiff, Besatzung und Nachfolgeboote will jetzt eine Ausstellung informieren, die der Verein für Kultur und Geschichte unter dem Titel „Seekrieg in Ostasien 1914 und der Landungszug“ am Freitag, 5. Februar, eröffnet.

Von Ostasien nach Hohenlockstedt – für den Vereinsvorsitzenden Achim Jabusch kein Widerspruch. Denn die „Emden“ hatte in Kapitänleutnant Hellmuth von Mücke einen ersten Offizier, der Ende der 30er Jahre in Kellinghusen gewohnt hat. Dort wurde auch sein Sohn Björn geboren, mit dem Jabusch Kontakt aufgenommen hat und der zur Eröffnung kommen wird. Mit dabei ist dann auch Emden-Kenner Stephan-Thomas Klose, der bei zahleichen Gelegenheiten eine Nachbildung der Mücke-Uniform trägt und über von Mücke recherchiert hat. Für die Ausstellung nahm der Hohenlockstedter Verein darüber hinaus Kontakte zu zahlreichen Museen auf, die jetzt auch Exponate zur Verfügung stellen. Darunter das Deutsche Marinemuseum Wilhelmshaven, das jüngst die Ausstellung „SMS Emden. Zwischen Mythos und Wirklichkeit“ gezeigt hatte, das Internationale Marinemuseum Hamburg und das ostfriesische Landesmuseum. „Die Ausstellung wird auf die Zeit von August bis November 1914 eingehen, aber auch die Jahre danach.“ Denn inzwischen gebe es vier weitere Schiffe mit dem Namen Emden, und innerhalb der Besatzungsmitglieder einen großen Zusammenhalt, sagt Jabusch. Die Schau wird am 5. Februar um 19 Uhr in der freien evangelischen Gemeinde eröffnet und läuft bis zum 5.  Juni.

Danach präsentiert der Verein im Museum am Wasserturm eine Ausstellung über den finnischen Grafiker, Innenarchitekt und Designer Tapio Wirkkala (1915 bis 1985), für die Vorstandsmitglied Ursel Kreuzmann die Kontakte hergestellt hat. Mit „Auf den Spuren der Kartoffel im Norden“ geht es Ende August weiter. Diese Ausstellung entsteht in Zusammenarbeit mit Martin Krieger von der Christian-Albrechts-Universität Kiel, der bereits an der Ausstellung „100 Jahre Ankunft der finnischen Jäger“ beteiligt war, und mit der Erzeugergemeinschaft Qualitätskartoffeln Hohenlockstedt.

zur Startseite
Karte

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen