Neue Ausstellung: Museum sucht Tassen aus Omas Zeiten

Bitten um Exponate für die Schau „Alle Tassen im Schrank?“: Hans-Georg Bluhm, Axel Pietsch, Ruth Sarpong, Antje Ballin, Helga Beth und Margarete Mehrens-Alfer.
Foto:
Bitten um Exponate für die Schau „Alle Tassen im Schrank?“: Hans-Georg Bluhm, Axel Pietsch, Ruth Sarpong, Antje Ballin, Helga Beth und Margarete Mehrens-Alfer.

von
15. Juli 2015, 19:11 Uhr

„Alle Tassen im Schrank?“ – so heißt die Herbst-Schau im städtischen Museum. Über den zweideutigen Titel musste auch Bürgermeister Axel Pietsch schmunzeln. Aber dann zeigt er sich hocherfreut über die Ausstellungs-Initiative aus der Bevölkerung und wünscht ein gutes Gelingen: Damit tatsächlich viele Tassen in gläsernen Schränken präsentiert werden können, ist das Museum weiterhin auf Bürgerengagement angewiesen. Einwohner aus Stadt und Land werden gebeten, betagte Lieblingstassen hervorzuholen und für die Schau zur Verfügung zu stellen.

Die Idee zur Tassen-Schau stammt von Antje Ballin und Margarete Mehrens-Alfer. Sie regen überdies an, soweit bekannt, die Geschichten zu den jeweiligen Tassen niederzuschreiben. „Schön wäre es, wenn die einzelnen Exponate ihre Geschichte erzählen, sagt Museumsleiter Hans-Georg Bluhm. Der Begriff „Lieblingstassen“ umfasst Trinkgefäße aus Uromas und Omas Zeiten. „Damals war es üblich, ein Geschirr für gut zu haben“, sagt Margarete Mehrens. Während Goldrand- oder Zwiebelmuster in Schranktiefen ruhten, wurden die beliebten „Sammeltassen“ gut sichtbar in Vitrinen präsentiert.

Zwei besonders schöne Exemplare hat das Museum im eigenen Fundus. Die Gold geränderten Tassen ziert jeweils ein Stadtansicht. Sogenannte Ansichtstassen seien häufig auf Reisen erworben und dann zuhause stolz präsentiert worden, erklärt Bluhm.

Woher die Kellinghusener Tassen stammen, vermag der Museumsleiter nicht zu sagen. „In den 1870er und 1880er Jahren war es üblich, dass Maler über Land zogen und Städtepanoramen erstellten“, erklärt Bluhm. Im Umdruckverfahren gelangten die Bilder dann auf die Porzellanfläche.

Die Organisation der Ausstellung übernimmt ein Arbeitskreis dem außer den Ideengeberinnen und dem Museumsleiter auch Helga Beth, Ruth Sarpong und Jenni Knapp angehören. Sie bilden auch die Jury zur Auswahl der Exponate.

Das Museum verspricht „sorgsamsten Umgang“ mit den Tassen. Angeliefert werden können sie dort am Mittwoch, 9. September und am Donnerstag, 10. September, jeweils von 14 bis 17 Uhr.

zur Startseite

Kommentare

Leserkommentare anzeigen