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Seglervereinigung Glückstadt : Neue Anleger am Binnenhafen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Der Verein will seine Schlengelanlage von 33 auf 42 Liegeplätze erweitern – eine Investition von rund 100 000 Euro.

Abriss oder Neubau, Renovierung oder Verfall? Diese Frage beschäftigte annähernd 100 Mitglieder der Segler-Vereinigung Glückstadt (SVG) in ihrer Hauptversammlung. Im Kern geht es um eines der vereinseigenen Gebäude am rhinseitigen „Entenufer“.

Hintergrund: Im bewohnbaren Teil dieser Immobilie gibt es eine Einliegerwohnung, die bislang vorzugsweise von einer Hausmeister-Familie bewohnt wurde. Doch besteht an diesem Gebäude erheblicher Sanierungsbedarf. Nach einer groben Kostenschätzung müsste die SVG etwa 170  000 Euro in die Hand nehmen. Im Gegenzug steht vermutlich nur die Alternative Abriss. Da die Gebäude sehr verzahnt sind, würde davon auch der angrenzende Jollen-Schuppen betroffen sein. Was wiederum einen kompletten Hallen-Neubau zur Unterbringung der Jugendboote nach sich ziehen würde – ebenfalls eine erhebliche Investition. In einer kontroversen Diskussion tendierten die Mitglieder zur Sanierung. Letztendlich einigte sich die Versammlung darauf, 60  000 Euro für eine eventuelle Sanierung in den Etat einzustellen, die endgültige Entscheidung aber zu vertagen.

Ein weiteres Projekt des Vereins nähert sich der Fertigstellung: An der Rethövelseite im Binnenhafen soll ein neuer Anlegesteg entstehen. Die etwa 180 Meter lange Anlage mit neuen Dalben und fußläufigen Zugängen wird von jetzt 33 auf 42 Liegeplätze erweitert. „Die Wasserbauarbeiten sind abgeschlossen, ein Prototyp kann demnächst installiert werden“, erläuterte Vorsitzender Kai Fock. Insgesamt rechnet der Vorstand damit, die Anlage bis Ende April, auf jeden Fall bis zum Saisonstart, in Betrieb nehmen zu können. In diese Schlengelanlage investiert die SVG mehr als 100  000 Euro. „Damit bewegen wir uns auf einem Niveau, welches die Attraktivität der Liegeplätze weiter erhöht“, sagte Torsten Fischer, der zweite Vorsitzende.

Kai Fock berichtete den Mitgliedern im Vereinslokal der „Alten Mühle“ außerdem vom Vereinsleben. „Das funktioniert bei uns“, meinte er. Angefangen vom wieder neu installierten Familienwandertag über die verschiedenen Regatten bis hin zu vielen geselligen Aktivitäten präsentiere sich die Seglervereinigung als aktiver Verein. Die zahlreichen Eigenleistungen im Vereinsgelände wertete Fock als Zeichen des Zusammenhalts im Verein.

Annähernd 300 Mitglieder zählt die Vereinigung, dazu kommen noch 60 Jugendliche. Und es gibt nach wie vor Zulauf sowohl bei den Erwachsenen als auch beim Nachwuchs. Jugendwart Jan-Markus Peters bilanzierte dann auch, dass die SVG ideale Bedingungen für den Nachwuchs biete. Die Mitglieder seien sehr aktiv: Sowohl bei den Übungstagen der Optis, bei der Matjeswoche oder auch beim An- und Absegeln herrsche stets rege Beteiligung.

Die Regularien waren zügig abgearbeitet. Der bislang aktive Vorstand wurde im Amt bestätigt. Neu zu wählen war lediglich ein Kassenprüfer. Das Amt übernimmt Werner Held. Und Mitglied Frank Testorf hatte noch eine Überraschung parat: Er überreichte große Blumensträuße „an die Damen vom Vorstand“, Schriftführerin Claudia Tantzen und Kassenwartin Karen Fock, die „in der Männerwelt einen ausgezeichneten Job machen“.

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