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Baugebiet : Neue Adressen – noch ohne Häuser

vom
Aus der Redaktion der Glückstädter Fortuna

Gemeindevertreter erkunden das Baugebiet Nordoer Heide. Sogar die Zahl der Straßenlampen und der Ruhebänke steht schon fest

Im Februar schlossen die politische Gemeinde Breitenburg und die Itzehoer Firma May & Co als Investor einen städtebaulichen Vertrag mit dem Ziel ab, das ehemalige Gelände der Freiherr-von-Fritsch Kaserne zu bebauen. Was sich in der Folgezeit im „Bebauungsplan Nr. 9 (Nordoer Heide)“ zum Teil getan hat, war Gegenstand einer Führung, bei der Bürgermeister Ingo Köhne Gemeindevertreter und bürgerliche Mitglieder über die Baufortschritte informierte.

Der Rundgang führte sie über Teile des sechs Hektar großen Wohngebietes und des fast dreimal so großen Mischgebietes. Schon deutlich sichtbar, nachdem in der Zeit zuvor alle Versorgungsleitungen für Trinkwasser (zirka 1500 Meter Länge), Gas (1500), Strom (3700), Breitband (2200) und Beleuchtung (2600) in die Erde gebracht worden waren: in Sackgassen endende Straßenzüge, Fahrbahnen, Bürgersteige, ein etwa 1,5 Kilometer langer und etwa drei Meter breiter Fußweg, der als Trampelpfad durch das Misch- und Wohngebiet ins Naturschutzgebiet führt, drei Regenrückhaltebecken, Sammelbecken für Abwässer, abgesteckte Grundstücke, bereits mehrere Wohnhäuser im Rohbau. Insgesamt, so der Bürgermeister, sind 25 Grundstücke verkauft und dieselbe Zahl für bauwillige Interessenten reserviert. Die Gesamtzahl der Wohneinheiten, die in der Nordoer Heide entstehen sollen, ist mit 120 beziffert. Je schneller die Grundstücke bebaut sind, umso schneller könnten Folgearbeiten wie das Belegen der Spielstraßen im Bebauungsgebiet mit roten Klinkersteinen abgeschlossen werden.

Welchen Farbton die Decken innerhalb der Spielstraßen haben werden, ist bereits jetzt sichtbar. Ingo Köhne machte in diesem Zusammenhang auf den neuen kombinierten Rad- und Gehweg entlang des Birkenweges aufmerksam, der die Fahrbahn dieser Straße vom „Breitenburg Park“ abtrennt. Die Klinkersteine, die im Zuge dieser Maßnahme verbaut worden sind, werden in gleicher Art auch die Spielstraßen des Wohnbaugebietes abdecken. In punkto Bau des kombinierten Rad- und Gehweges betonte der Sprecher, dass die Kosten dafür von den Versorgern Telekom, Stadtwerke Itzehoe und Wasserbeschaffungsverband „Unteres Störgebiet“ aufgebracht worden seien. „Die Gemeinde hat nur die Kosten für das Versetzen der Leuchten aufbringen müssen.“

Technisch gesehen ist der Bereich des Bebauungsplanes Nr. 9 laut Bürgermeister Köhne „für die Zukunft gewappnet“. Es gäbe dort Glasfaserkabel, die von den Itzehoer Stadtwerken in die Erde gelegt worden sind, und die Normalkabel der Telekom. Jeder Anlieger habe die Möglichkeit unter beiden Versorgungsanbietern zu wählen.

Besichtigt wurde auch das „Herzstück“ im Westen des Areals. Und dazu gehören ein großes Regenrückhaltebecken für Oberflächenwasser einschließlich zweier Entnahmestellen für Löschwasser sowie eine Pufferstation zum Einleiten von Schmutzwasser bestehend aus drei Röhren mit insgesamt etwa 160 Kubikmeter Inhalt. Die Ableitung dieser Abwässer in das Itzehoer Klärwerk aus den Behältern mit einem Gesamtvolumen von rund 160 Kubikmetern erfolgt hauptsächlich zur Nachtzeit. Überwacht wird der Abfluss über ein Schaltsystem, für das der Itzehoer Kommunal-Service zuständig ist. „Dort sitzen die Fachleute, die diese Technik auch betreiben können“, erklärte der Bürgermeister.

Dass das Regenrückhaltebecken innerhalb des „Herzstückes“ mit zwei weiten im Areal verstreut liegenden Aufnahmevorrichtungen ausreichen werden, um das Regenwasser aus dem „Breitenburg Park“ aufnehmen zu können, ergäbe sich daraus: „In die Regenrückhaltebecken fließt nur der Niederschlag, der nicht auf die Grundstücke fällt. Was dorthin fällt, versickert an Ort und Stelle in der Erde.“

Damit die Menschen, die sich innerhalb der Wohn- und Mischgebiete ansiedeln werden, vom Verkehr im zukünftig zwölf Hektar großen Gewerbegebiet nicht betroffen sind, wird es zwischen diesen beiden Bereichen keinen Durchgangsverkehr geben. Das habe einerseits mit der Sicherheit für die Menschen zu tun, andererseits aber auch damit, dass schwere Fahrzeuge den Klinkerbelag auf den Spielstraßen beschädigen könnten. „Und das wollen wir alle nicht“, stellte Ingo Köhne heraus.

Obwohl in der Nordoer Heide über viele Jahre Kasernengebäude gestanden hätten, bräuchten sich Kaufwillige nicht davor zu fürchten, dass noch „große Brocken aus Kellern und Bunkern“ im Erdreich lägen. Ingo Köhne: „Der Investor hat alles herausnehmen lassen. Hausbesitzer dürften im Boden nichts mehr finden.“

Aufgestellt werden sollen 87 Straßenlaternen 17 Ruhebänke und 16 Abfallkörbe. Dazu wird es einen Kinderspielplatz geben, der schon bald eingezäunt und mit einem Haufen Sand beschüttet sein wird. Das Bestücken mit Spielgeräten erfolge aber erst zum späteren Zeitpunkt. Unklar ist zum jetzigen Zeitpunkt auch noch die Frage, ob sich im Mischgebiet ein Einzelhändler ansiedeln wird, der „Lebensmittel für den täglichen Bedarf“ verkauft. Sollte das nicht der Fall sein, müssten sich die Familien in Itzehoe versorgen.

Bereits jetzt in Plänen eingezeichnet – die Straßennamen. Sie lauten Zur Binnendüne, An der Glockenheide, Am Ginsterbusch, Alter Kasernenweg, Op de Geest, Libellenweg, Immenweg, Am Silbergras, Am Sonnentau, An der Mondraute. Ausgesucht haben die Namen Elke Ranzau, Ute Ørntoft, Rita Mühle und Dieter Obermüller. Beschlossen wurden die künftigen Straßennamen dann durch die Gemeindevertretung.

Infos für Bauinteressenten unter www.breitenburgpark.de.

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