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Haus der Jugend Itzehoe : Neubau ist auf der Zielgeraden

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Ende des Jahres soll das Haus der Jugend an der Grunerstraße eingeweiht werden. Die Kosten für die Altlastenentsorgung haben sich mittlerweile mehr als verdoppelt.

Groß gefeiert werden soll Ende des Jahres, am Mittwoch gab es bereits einen ersten Vorgeschmack darauf. In kleiner Runde wurde am künftigen Haus der Jugend an der Grunerstraße das Richtfest begangen. „Die richtige Feier sollen die Jugendlichen selbst ausrichten“, sagte Bürgermeister Andreas Koeppen. „Es ist schließlich ihr Haus.“

Neben Vertretern aus der Stadtpolitik waren dementsprechend auch einige Mitglieder des Jugendparlaments beim Empfang anwesend – die der Fertigstellung bereits seit einiger Zeit entgegenfiebern. Neun Jahre ist es inzwischen hier, dass das alte Haus der Jugend am Juliengardeweg geschlossen wurde (siehe unten). Die Stadt hatte es an den Kreis verkauft, da dieser das Grundstück zur Erweiterung des Regionalen Berufsbildungszentrums ins Auge gefasst hatte.

„Wir hoffen nun vor allem, dass das neue Haus nun gut angenommen wird“, sagte Laura Dombert, Vorsitzende des Itzehoer Jugendparlaments. Und sie betonte, dass die Jugendlichen sich auch schon in die Innengestaltung mit einbringen können – die Musiker beispielsweise bei der Ausstattung des Musikraums mitsprechen können, wie ihre Kollegin Maritt Krebs sagte. Nach der Fertigstellung soll es ein Haus für alle Itzehoer Jugendlichen sein, auch die Sitzungen der Interessenvertretung der Itzehoer Jugendlichen sollen dann an der Grunerstraße stattfinden. Trotzdem dürfe man aber auch die bereits bestehenden Jugendtreffs Edendorf und Wellenkamp nicht vergessen, so Jugendparlamentarier Finn Lachmann.

3,8 Millionen Euro soll der Neubau kosten. Aktuell werde aber mit einer etwa fünfprozentigen Kostensteigerung für den Hochbaubereich gerechnet, wie Stadtsprecher Frank-Dieter Simon sagt. Das sei dem Umstand geschuldet, dass die Kostenberechnung aus dem Jahr 2014 stammt, die Baufirmen momentan aber alle sehr gut ausgelastet seien und dementsprechend die Preise angezogen hätten. Ein Teil der Ausbaugewerke müsse zudem noch vergeben werden. Hier bleibe die Entwicklung auf dem Markt abzuwarten, so Simon.

Mehr als verdoppelt hätten sich dagegen die Kosten für die Altlastenentsorgung, überwiegend des Bauschutts im tieferen Baugrund. Dabei handele es sich vor allem um Auffüllungen aus der Mitte der 1980er Jahre, die im Zuge der Errichtung der Grunerstraße vorgenommen wurden, sagt der Stadtsprecher.

Wie hoch die Kosten am Ende sein werden, könne derzeit noch niemand sagen. Für die Jugendlichen wird das ohnehin zweitrangig sein. Sie werden froh sein, endlich wieder ein großes gemeinsames Haus der Jugend in ihrer Stadt zu haben.

 

Chronik

2008 Das alte Haus der Jugend am Juliengardeweg wird geschlossen – mit dem Versprechen, bald ein neues zu eröffnen

2011 Nach langer Diskussion liegt der Entwurf für den Neubau an der Grunerstraße/Ecke Adolf-Rohde-Straße vor

2011 Zwei Tage, nachdem der Entwurf steht, entscheidet die Ratsversammlung mit schwarz-rot-grüner Mehrheit auf Vorschlag von Bürgermeister Andreas Koeppen, das neue HdJ auf dem Alsen-Gelände zu bauen

2013 Die Itzehoer entscheiden sich in einem von DAF, UWI, IBF, Linke und FDP initiierten Bürgerentscheid für den Bau an der Grunerstraße

2016 Spatenstich für Neubau

2017 Richtfest

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erstellt am 27.Mai.2017 | 05:00 Uhr

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