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Bildung : Netzwerk will Talente stärker fördern

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Brunsbütteler Gymnasium wird Schülerforschungszentrum – eins von dreien an der schleswig-holsteinischen Westküste.

Seit 2008 hat es sich die Hamburger Joachim Herz-Stiftung zur Aufgabe gemacht, Bildung, Wissenschaft und Forschung in den Natur- und Wirtschaftswissenschaften sowie die Persönlichkeitsbildung junger Menschen zu fördern. Mit einem neuen Projekt unter dem Namen „Netzwerk Schülerforschungszentren in Schleswig-Holstein“ möchte die Stiftung in Zusammenarbeit mit dem Kieler Bildungsministerium, der Christian-Albrechts-Universität und dem Leibniz-Institut für Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik jungen Talenten die Chance einräumen, sich abseits des regulären Schulunterrichts weiterzuentwickeln und eigene Forschungsideen mit Unterstützung von Lehrkräften zu verfolgen.

Einen Betrag in Höhe von 1,9 Millionen Euro investiert die Stiftung über einen Zeitraum von zehn Jahren in die Einrichtung und Entwicklung von fünf Schülerforschungszentren im nördlichsten Bundesland. Das Bildungsministerium übernimmt zudem die Kosten für zweieinhalb Stellen. Drei der Forschungszentren für talentierte Schüler entstehen an der Westküste. Neben Husum und Heide wurde Brunsbüttel als Standort auserkoren.

„Wir haben uns im Mai für dieses Projekt beworben und haben, nachdem sich eine Delegation der am Projekt beteiligten Einrichtungen unsere Schule angesehen und unser Konzept unter die Lupe genommen hat, rund acht Wochen später, überglücklich die mündliche Zusage erhalten“, so Schulleiter Hans-Walter Thee. Ebenfalls mit im Boot ist das Gymnasium in Marne. Als Standort für das eigentliche Forschungszentrum wurde jedoch Brunsbüttel festgelegt.

Ein über den Eingangsbereich der Stadtbücherei zu erreichender Klassenraum des Gymnasiums, soll nun nach Rücksprache mit der Stadt als Schulträger zu einem zentralen Anlaufpunkt für Schüler mit besonderen Fähigkeiten umgestaltet werden. Für die Erstausstattung des Raumes erhält das Gymnasium 20  000 Euro zusätzlich zu den laufenden Mitteln in Höhe von 5000 Euro für 2017. Ab dem nächsten Jahr fließen dann über einen Zeitraum von zehn Jahren jährlich jeweils 10  000 Euro in das Schülerforschungszentrum.

„Wir werden jetzt mit zwei kleinen Projekten starten und dann im Sommer des kommenden Jahres, wenn die Arbeiten rund um den neuen Fachtrakt abgeschlossen sein werden und uns die neuen Räume für die Nutzung zu Verfügung stehen, so richtig mit der eigentlichen Begabtenförderung beginnen“, kündigte Lehrer Jens Steinfeld an, der gemeinsam mit seinem Kollegen Ralf Witt die Leitung des Schülerforschungszentrums übernehmen wird. Unterstützt werden sie dabei von Lehrerin Birgit Mevs und dem neuen FSJ-ler Florian Engelken.

„Nicht nur für die jungen Talente und die Schule ist dieses Projekt ein Gewinn, sondern auch für unser und andere Unternehmen am Industriestandort“, zeigte sich Covestro-Ausbildungsleiter Jürgen Evers begeistert. „Erst vor drei Wochen haben wir eine Förderung in Höhe von 5000 Euro von Covestro für die Anschaffung von Schulmaterialien erhalten. Zudem arbeiten wir unter anderem sehr eng mit Sasol zusammen“, merkte Thee an.

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