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Netzwerk für Flüchtlinge: Stadt sucht Koordinator

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Viele Organisationen und Ehrenamtler setzen sich ein für Flüchtlinge und Asylbewerber, ein Netzwerk entsteht. Nur: In dessen Mitte sitzt noch niemand. Jetzt will die Stadt einen ehrenamtlichen Beauftragten für Menschen mit Migrationshintergrund berufen. Und zwar kurzfristig, so hat es die Ratsversammlung einstimmig beschlossen.

Dies sei man sowohl den Flüchtlingen als auch den Ehrenamtlern schuldig, sagte Jürgen Stahmer (SPD). „Wir müssen endlich loslegen, viele warten auf einen Ansprechpartner.“ Richtig, fand Eva Gruitrooy (Bündnisgrüne) – und erinnerte daran, dass sie als Vorsitzende im Ausschuss für städtisches Leben schon im Oktober beantragt hatte, einen Beauftragten zu suchen. „Wir haben fünf Monate wertvolle Zeit verloren. Die Initiativen und Bürger sind schon wesentlich weiter.“

Nun werden die Rahmenbedingungen geschaffen. Eine Arbeitsgruppe der Politik klärt zentrale Fragen: Welche Aufgaben und Funktionen hat der oder die Beauftragte? Wie hoch soll die Aufwandsentschädigung sein? Welche räumlichen und technischen Voraussetzungen sind im Rathaus zu schaffen? Auf Vorschlag der SPD wurde der Auftrag an die Verwaltung ergänzt, „hauptamtliche Hilfe aus dem Kreis der sozial und karitativ tätigen Vereine, Verbände und Institutionen zu rekrutieren“. Denn, so Stahmer, der Beauftragte brauche eine „Schreibstube“, die Stadt schaffe das nicht.

Entscheidende Frage: Wer soll es machen? Die Arbeitsgruppe soll ein Anforderungsprofil erstellen „und möglichst eine geeignete Person vorschlagen, die dieses Ehrenamt wahrnehmen könnte“. Berufen wird sie durch Bürgermeister Andreas Koeppen, von der Ratsversammlung dazu ermächtigt. Denn, so die Vorlage, es sei dringlich – die nächste Ratssitzung findet erst am 21. Mai statt.

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erstellt am 10.Mär.2015 | 05:00 Uhr

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