zur Navigation springen
Norddeutsche Rundschau

11. Dezember 2017 | 18:25 Uhr

Gleichstellung : Nein zu Gewalt gegen Frauen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Ausstellung, Theaterstück und Podiumsdiskussion zum internationalen Gedenktag diesmal in Kellinghusen geplant.

shz.de von
erstellt am 20.Nov.2014 | 17:00 Uhr

Das Thema häusliche Gewalt erfährt heutzutage wesentlich mehr Aufmerksamkeit als noch vor Jahren. Weniger geworden ist die Gewalt an Frauen deshalb nicht. Die Frauenhäuser in Schleswig-Holstein sind randvoll. Andrea Bünz vom Netzwerk Kooperations- und Interventionskonzept gegen häusliche Gewalt (KIK) und Heike Siemssen-Bielenberg vom Autonomen Frauenhaus Itzehoe unterstreichen daher den Stellenwert des „Internationalen Tags gegen Gewalt gegen Frauen“. Das Programm des jährlichen internationalen Gedenktags gestaltet diesmal Wiebke Tischler, Gleichstellungsbeauftragte (GB) des Amts Kellinghusen. Gemeinsam mit der evangelischen Kirchengemeinde, der Stadtbücherei und dem Frauennetzwerk im Kreis Steinburg lädt sie zur Auftaktveranstaltung am Mittwoch, 26. November, um 18 Uhr in die St. Cyriacus Kirche.

Nach einem Gottesdienst wird dort die Ausstellung „Warnsignale häuslicher Gewalt“ eröffnet. Die Schau mit Bildern im Comic-Stil präsentiert das Autonome Frauenhaus Itzehoe. Am Dienstag, 25. November, macht sie bereits im Kreistagssaal in Itzehoe Station. „Wir haben lange versucht, die ständig ausgeliehene Bilderschau zu buchen“, sagt Siemssen-Bielenberg. Jetzt solle sie möglichst vielen Menschen in der Region zugänglich gemacht werden. Die Bilder und Texte stammen aus dem Comic-Buch „Und das soll Liebe sein“. Unter dem Pseudonym Rosalind B. Penfold hat eine betroffene Frau darin ihre Beziehung aufgearbeitet. Die einzelnen Szenen sind „Warnsignale“. Sie machen deutlich, wie häusliche Gewalt sich in vielen Lebensbereichen in ganz alltäglichen Situationen entwickelt. Siemssen-Bielenberg: „Die Botschaft ist, Frauen sollen sich fragen, was stelle ich mir vor für mein Leben und für meine Partnerschaft.“

Mit Ständen vertreten sind in St. Cyriacus zudem das Netzwerk KIK, das Frauenhaus, pro familia Itzehoe, die Stadtbücherei Kellinghusen, die GB, die Krav Maga Akademie sowie die Kirche als Gastgeberin. „Die Bündelung sowie ein kleiner Imbiss bieten Gelegenheit zum lockeren Austausch“, sagt Maren Schlotfeldt, Pastorin und Leiterin des Frauenwerks im Kirchenkreis Rantzau-Münsterdorf. Auch im Gottesdienst werde das Thema häusliche Gewalt zur Sprache gebracht. Das Engagement der Kirche unterstreicht Günter König, Vorsitzender des Kirchengemeinderats: „Der Rat hat sofort zugestimmt, auch für die Kirche ist das Thema ein großes Anliegen.“ Engagiert ist sie bereits: Pastor Lothar Volkelt hat einen festen Platz am örtlichen „Runden Tisch gegen häusliche Gewalt“.

Am Donnerstag, 27. November, wandert die Ausstellung nach Wilster in die dortige Gemeinschaftsschule. „Nachmittags ist sie auch für Eltern geöffnet“, sagt Anke Rohwedder, GB der Stadt Wilster und des Amts Wilstermarsch. Am Freitag, 28. November, kehren die 15 Aufsteller zurück nach Kellinghusen. Im Bürgerhaus steht sie von 9 bis 13 Uhr für Schülergruppen der Gemeinschaftsschule zur Verfügung und sind anschließend von 18 bis 19.30 Uhr öffentlich zu sehen. Um 19.30 Uhr beginnt mit dem Theaterstück „Tagebuch einer Verlorenen“ eine Veranstaltung der Stadtbücherei. Das Stück nach dem gleichnamigen Roman von Margarete Böhme führt die Husumer Frauentheatergruppe „5plus1“ auf. Es folgt eine Podiumsdiskussion mit Andrea Bünz, Heike Siemssen-Bielenberg, Henning Wendt von der Polizei Kellinghusen sowie der Beratungsstelle pro familia.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen