Bingo-Zuschuss : Naturkundemuseum mit vielen Neuheiten

Spannend: Die Nabu-Kinder ertasten die unterschiedlichen Tierfelle.
Spannend: Die Nabu-Kinder ertasten die unterschiedlichen Tierfelle.

Die Nabu-Ortsgruppe Wilstermarsch hat die Technik im Speicher des Alten Rathauses in Wilster auf den neuesten Stand gebracht. Außerdem gibt es neue Tierpräparate und eine Ausstellungssäule für Tierfelle, die dort ertastet werden können.

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06. Juli 2014, 16:21 Uhr

„Jetzt haben wir die Elektrik im gesamten Naturkundlichen Heimatmuseum auf den neuesten Stand der Technik gebracht.“ Der Vorsitzende des Naturschutzbundes Wilstermarsch, Peter Kock, stellte das Ergebnis der jüngsten Arbeit gemeinsam mit seinem Mitstreiter Jochen Niemann der Öffentlichkeit vor.

Im Erdgeschoss des historischen Speichers wurden sämtliche Leitungen neu verkabelt und die Leitungen der Brandmeldeanlage untertunnelt. An der Decke wurden mehrere moderne Strahler installiert, die auf Alu-Schienen bedarfsgerecht je nach Wunsch platziert und gedreht werden können. Außerdem wurden Unterbau-Vitrinen für die Tierpräparate mit neuem bruchsicheren und entspiegeltem Sicherheitsglas ausgestattet. Die bisherige Einfachverglasung war nicht mehr zulässig. Und schließlich sind die insgesamt mehr als hundert Präparate im Erd-, Ober- und Dachgeschoss um einige neue Tierpräparate ergänzt worden. „Neu eingezogen“ in den Rathaus-Speicher sind unter anderem ein Weißstorch und ein Bisam.

Neben den Sachkosten und den mit 2700 Euro angerechneten Eigenleistungen der Nabu-Mitglieder beliefen sich die Gesamtkosten der jüngsten Maßnahmen auf 10 500 Euro. Dankbar sind die Wilsteraner Naturschützer der Bingo-Umweltlotterie, die für das Projekt in Wilster auch diesmal wieder einen Zuschuss von 6400 Euro bereitstellte.

Neue Attraktion im Obergeschoss ist eine Ausstellungssäule für Tierfelle. Dort können Besucher die unterschiedlichen Felle ertasten und den jeweiligen Tieren zuordnen – ob Katze oder Marder, Ziege, Schaf, Rind oder andere Vierbeiner. Und für ganz kleine Präparate hat das Feinoptik-Unternehmen Reichmann neben den bereits vorhandenen sechs Lupen eine Großlinse gespendet, für die Nabu-Mitglied Günter Schröder einen Holzständer bastelte.

Am Donnerstag kam die insgesamt zwölf Mitglieder zählende Nabu-Jugendgruppe in den Speicher, um die Vielzahl der Präparate sowie die Neuheiten zu bewundern. Natürlich machte das Betasten der Tierfelle besonderen Spaß. Für die Kinder ging es mit diesem Besuch im Naturkundemuseum in die Sommerferien. Aus diesem Anlass lud Jugendgruppenleiterin Christa Kock die Jungen und Mädchen noch zum Eisessen ins Rialto ein.

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