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Norddeutsche Rundschau

24. Oktober 2017 | 04:54 Uhr

Karneval : Närrisches in lauer Winternacht

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Beim Breitenburger Lumpenball kamen wieder alle 650 Besucher auf ihre Kosten. BSC-Wirt gab in diesem Jahr seine Abschiedsvorstellung.

shz.de von
erstellt am 17.Feb.2014 | 05:17 Uhr

Bunte Verkleidungen, heiße Musik und ausgelassener Tanz – auch norddeutsche Jecken können Karneval feiern. Am Wochenende hieß es beim „Lumpenball“ in Nordoe wieder „Die Narren sind los“, und das bereits zum 30. Mal.

Bei der nach der Fubama in Wilster zweitgrößten Faschingsveranstaltung im Kreis Steinburg machten 650 Besucher wieder die Nacht zum Tag. In einer lauwarmen Winternacht wurde es erst auf der Tanzfläche so richtig heiß. So kam eine neunköpfige Gruppe aus Krempe – jeder in einem anderen Kostüm. „Zwei von uns feiern heute Abend hier ihren Geburtstag“, schilderte Janina aus Krempe. Das tat auch Svena aus Itzehoe, blond, in einem meerblauen Kostüm. Torsten, Nadin und Marco aus Lägerdorf bastelten sich ihre Kostüme selber. Das dauerte genau zwei Tage. „Bei der Fubama ist das Publikum sehr jung, hier für uns genau richtig“, freute sich beispielsweise Nadin.

Teufelchen Anna-Lena und Vampir Linda aus Itzehoe mit künstlich gespitzten Zähnen waren zum zweiten Mal dabei. „Die Kostüme haben wir aus allem selbst genäht, was wir zu Hause gefunden haben“, erzählte Linda. Und die gespitzten Zähne hatte sie sich einfach aufgesetzt. Eine Gruppe aus Wellenkamp ging als „Lila Kühe“ und hatte auch noch zwei Blues Brothers im Schlepptau. „Es gefällt uns hier sehr gut, weil es nicht ganz so voll ist“, sagte eine lila Kuh.

Kurz vor Mitternacht dann die Kostümprämierung. Geldpreise wurden für die Kategorien „Frau“, „Mann“ und „Gruppe“ verteilt. Als Gruppe setzten sich fünf dralle Mädels im Dirndl durch, die als „Hupenalarm“ da waren. Die jungen Damen aus Wilster, Hohenlockstedt, Lägerdorf und Oldendorf gehen seit Jahren gemeinsam zum Fasching. „Wir haben es jetzt endlich geschafft, ein gemeinsames Kostüm zu kreieren“, sagte Dirndl-Fee Steffi.

Manuela Stranka aus Itzehoe und Anja Bernhardt aus Hohenaspe gewannen als „Land und Meer“ hingegen die Konkurrenz als Paar-Kostüm. Und Marcus Schölermann aus Heiligenstedten kam als Frau. „Man nennt mich ,Carmen Fummel'“, sagte er und drückte sein Handtäschen noch fester an sich. Glaubhaft stellten Jannik einen Sträfling und Scarlett-Santana eine Burleske-Tänzerin dar. „Ich bin zum dritten Mal dabei, und es ist immer schön“, sagte Scarlett.

Das musikalische Programm wurde mit der RSH-Party gestaltet von Moderator Volker Mittmann, unterstützt von DJ Stephan Nanz. Für den RSH-Moderator war es die einzige Faschingsveranstaltung in diesem Jahr – aber was für eine. „Hier laufen zwar Charts ganz gut, aber vor allem auch Party- und Faschingsmusik wie Helene Fischer und Konsorten“, sagte er – und drehte noch einmal voll auf.

Das Fazit von Ausrichter Bernd Braasch, Wirt vom BSC Nordoe, fiel zu später Stunde positiv aus. „Es war gut wie immer, alles sehr entspannt.“ Der DJ habe sich viel Zeit genommen, mehr als vertraglich vereinbart. Aber: „Es war für mich das letzte Mal“, sagte er. Denn er gibt in diesem Jahr die Leitung des Vereinsheims und somit auch die Ausrichtung des Lumpenballs ab. Im kommenden Jahr wird sein Nachfolger, der bereits am Tresen mit gearbeitet hatte, die Ausrichtung übernehmen.


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