Chancen für Auszubildende : Nächster Halt: Europa

Flagge zeigen: Franziska Havel ist Mitglied der Europa-Union und findet: „Von Europa kann man nur profitieren.“  Fotos: Strobel (2)
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Flagge zeigen: Franziska Havel ist Mitglied der Europa-Union und findet: „Von Europa kann man nur profitieren.“ Fotos: Strobel (2)

Informationen zu Auslandsaufenthalten gab es beim Europatag am Berufsbildungszentrum in Itzehoe.

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25. Juni 2018, 04:45 Uhr

„Europa ist direkt vor unserer Haustür. Diese Chancen sollten Azubis nutzen und vieles entdecken – warum immer gleich ans andere Ende der Welt fahren?“, sagte Franziska Havel von der Europa-Union Schleswig-Holstein. Sie und Vertreter vieler weiterer Organisationen stellten sich auf dem erstmals stattfindenden Europatag den Schülern des Regionalen Berufsbildungszentrums Steinburg (RBZ) vor. Es entstand ein Marktplatz voller Informationen und für viele Gespräche.

„Wie? Ich kann kostenlos 30 Tage lang umsonst durch Europa reisen?“, fragte RBZ-Schülerin Luisa Lehne überrascht. Am Stand der Europa-Union informierte sie sich über das neue Angebot der EU. Noch bis zum 26. Juni können sich Schüler ab 18 Jahren auf ein kostenloses Interrailticket bewerben. Außerdem gab es ein Planspiel zum Europatag, bei dem die Schüler in die Rolle der Länder Mazedonien und Serbien schlüpften und entschieden, ob sie in die EU eintreten oder nicht. „Der Weg ist das Ziel. Die Schüler sollen am eigenen Leib spüren, wie kompliziert die Prozesse in Europa sind“, erklärte Franziska Havel.

Aktuelle Entwicklungen in Europa waren auch am Stand von Kultur-Life Thema. Die gemeinnützige Organisation aus Kiel bietet „Erasmus+“ für Azubis an, die für drei Wochen für ein Praktikum nach Großbritannien gehen wollen. 30 Azubis pro Jahr gehen vom RBZ aus nach England. „Was nach dem Brexit sein wird, ist noch unklar. Eventuell werden wir andere Standorte suchen“, sagte Programmbegleiterin Constanze Rassbach. Im Mittelpunkt von Kultur Life stehe eine Vermittlung interkultureller Kompetenzen – über den eigenen Schatten zu springen und dabei die Unternehmensstrukturen anderer Länder kennenzulernen, erklärte Rassbach. „Es ist ein Abenteuer“, fügte sie hinzu.

Der Meinung war auch Patricia Ortin-Krause von der Handwerkskammer Lübeck. An ihrem Stand präsentierte sie ebenfalls ein Angebot für Azubis, die ein Praktikum im Ausland absolvieren möchten. „Die Schüler verbringen drei Wochen in einem Betrieb und wohnen in einer Gastfamilie oder im Internat. Wir können Praktika in handwerklichen Betrieben in Estland oder in Malta vermitteln“, erklärte sie.

Daneben präsentierte sich das Projekt Vitae, welches Schlüsselkompetenzen durch internationale Projekte am RBZ ausbilden soll. In einer Diskussionsrunde sprach Thorsten Augustin von der Europaabteilung Kiel, mit den Schülern über brisante Themen in Europa. Außerdem stellte sich die Partnerschule Les Gran Via aus Alicante in einem Vortrag den Schülern vor. Für Luisa Lehne klang das alles interessant. „Ich möchte am liebsten ganz Europa sehen und in jedem Land mal gewesen sein. Erstmal möchte ich vielleicht für drei Wochen nach England gehen.“ Neue Eindrücke in Kulturen, Sprache und Arbeitsweisen warten auf die zukünftige Groß- und Außenhandelskauffrau.

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