Wilster : Nächste Amtsperiode für Schulz

Ernannten sich gegenseitig: Walter Schulz und seine 2. Stellvertreterin Ursula Seddig. Fotos: Mehmel
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Ernannten sich gegenseitig: Walter Schulz und seine 2. Stellvertreterin Ursula Seddig. Fotos: Mehmel

Der Bürgermeister wird in seinem Amt bestätigt. Neue Stellvertreterin ist Karin Lewandowski.

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13. Juni 2018, 05:00 Uhr

Walter Schulz (CDU) bleibt Bürgermeister von Wilster. Der 69-Jährige wurde auf der konstituierenden Sitzung der im Mai neu gewählten Ratsversammlung erwartungsgemäß in seinem Amt bestätigt. Schulz war vor 13 Jahren erstmals zum ehrenamtlichen Stadtoberhaupt gewählt worden und steht seitdem ununterbrochen an der Spitze des Stadtparlaments. Bei der Wahl gab es aber einen kleinen Dämpfer. Mit der neuen SPD-Fraktionsvorsitzenden Doreen Rupieta und dem Ratsherrn Holger Stamm sprachen ihm zwei Sozialdemokraten nicht das Vertrauen aus. Sie enthielten sich der Stimme. Gegenstimmen sind im Bürgermeister-Wahlverfahren nicht vorgesehen.

„Ich werde mich bemühen, dem Amt gerecht zu werden“, versprach Schulz nach seiner Wahl. Ernannt und vereidigt wurde er von Ursula Seddig, die anschließend erneut zu seiner 2. Stellvertreterin gewählt wurde. Neue 1. Stellvertreterin des Bürgermeisters ist Karin Lewandowski (SPD). Sie tritt damit die Nachfolge von Helmut Jacobs an, der sich nach jahrzehntelanger Mitarbeit aus der Politik zurückgezogen hat und jetzt nur noch als bürgerliches Mitglied im Finanzausschuss dabei ist.

Die übrigen Personalien wurden ebenfalls zügig abgearbeitet, wobei die Besetzung der Ausschüsse wegen ausgeschiedener Ratsmitglieder und neuer Vertreter kräftig durcheinander geschüttelt wurde. Den Vorsitz im wichtigen Bauausschuss behält Ulrich Kattner (CDU). Den Sozialausschuss übernimmt jetzt die SPD-Ratsfrau Natascha Böhnisch. Ebenfalls von den Sozialdemokraten wurde der Vorsitz im Werkausschuss gegriffen, den nun Holger Stamm übernimmt.

Die CDU entschied sich für die Führungspositionen im Hauptausschuss (Mark Dethlefs) und im Finanzausschuss (Ulrike Szubert). Neben den Personalfragen gab es in der ersten Sitzung nur eine Sachentscheidung. So wollen die Ratsmitglieder künftig weitgehend auf Beschlussvorlagen aus Papier verzichten und auf digitale Gremienarbeit per Tablet umstellen. „Wir können damit sofort loslegen“, so Verwaltungschef Heiko Wiese. Mit Blick auf die gewöhnungsbedürftige Umstellung fügte er hinzu: „Das ist hier ja eine junge Ratsversammlung. Die schafft das.“



Abschied für verdiente Ratsmitglieder

Während die neue Ratsversammlung jetzt ihre Arbeit aufnimmt, gingen einige zum Teil sehr langjährige Mitglieder in den politischen Ruhestand. 20 Jahre lang war Doris Busch dabei. „Du warst unsere Allzweckwaffe“, lobte CDU-Fraktionschef Mark Dethlefs. Ebenfalls lange dabei war Reinhard Bunge. Er regte an: „Streitet euch in der Sache, aber geht auch Kompromisse ein.“ Spitzbübisch ergänzte er: „Ich werde aus dem Hintergrund mal ein bisschen beißen.“ Eine Dankesurkunde gab es ebenfalls für Frank Goede (CDU) sowie in urlaubs- oder berufsbedingter Abwesenheit für Ralf Maron, Dörthe Urlaub, Bernd Hannemann und Bernd Schwutzke.
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