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Norddeutsche Rundschau

23. Oktober 2017 | 20:00 Uhr

Jugendparlament : Nachwuchs wird aktiv

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Konstituierende Sitzung im Brunsbütteler Rathaus: Felix Lehmann (15) wird zum Vorsitzenden des ersten Jugendparlaments der Stadt gewählt.

shz.de von
erstellt am 02.Nov.2014 | 08:00 Uhr

Das erste Brunsbütteler Jugendparlament nimmt seine Arbeit auf. Drei Wochen nach den Wahlen, zu der 1550 junge Brunsbütteler zwischen 12 und 22 Jahren aufgerufen waren, trafen sich die zehn gewählten Jugendvertreter zur konstituierenden Sitzung im großen Sitzungssaal des Rathauses. Neben Bürgermeister Stefan Mohrdieck und Bürgervorsteherin Karin Süfke kamen zahlreiche Vertreter aller Fraktionen zur Versammlung unter dem Vorsitz des Sozialausschussvorsitzenden Oliver Kumbartzky. Geschlossen sicherten die Lokalpolitiker dem Jugendparlament für das künftige Wirken ihre volle Unterstützung zu.

Im Verlauf der Versammlung wurde Felix Lehmann (15) von den Jungparlamentariern mit relativer Stimmenmehrheit zum Vorsitzenden gewählt und übernahm nach seiner Amtseinführung die Leitung der Sitzung. Die Posten der ersten und zweiten stellvertretenden Vorsitzenden bekleiden Neele Kühl (17) und Frieda Gußmann (17).

An Themen für die nächste Sitzung am 27. November um 17.30 Uhr im Mehrgenerationenhaus/Haus der Jugend mangelt es dem Jugendparlament nicht. So soll über die Einführung einer Ideenbox beratschlagt werden, die Kinder und Jugendliche nutzen können, um Themenwünsche ans Jugendparlament zu richten. Weiter planen die Neu-Politiker, einen agenturähnlichen Jobvermittlungsservice einzurichten. Unternehmen und Privatpersonen könnten dort Stellenanzeigen schalten. Und Jugendliche, die ihr Taschengeld aufbessern, hätten die Möglichkeit, leichter einen passenden Schülerjob zu finden.

Nachdem von zahlreichen jungen Brunsbüttelern bereits der Wunsch nach mehr Kinder- und Jugendveranstaltungen an die Jungparlamentarier herangetragen wurde, soll auch dieses Thema ganz oben auf die Tagesordnung der nächsten Sitzung platziert werden.

Die Anwesenheit des Bürgermeisters nutzte Svenja Reinel (14), um sich einige offene Fragen zum Thema Schulneubau erörtern zu lassen. Dabei bekundete sie ihr Bedauern, dass sie aufgrund ihres Alters an der Bürgerabstimmung zum Thema Schulneubau, die nach Aussage Mohrdiecks voraussichtlich Ende Januar erfolgen wird, nicht teilnehmen darf. „Es ist doch wichtig, dass auch die Schüler, die hier zur Schule gehen müssen, mit abstimmen. Das wir eine neue Schule benötigen, können sie doch nicht leugnen“, sagte die Vierzehnjährige. Wenn das Geld das vorrangige Argument sei, warum die Schule nicht gebaut werden könne, würde sie sich gerne mit dem Jugendparlament engagieren, um Veranstaltungen zu organisieren, deren Erlöse dem Schulneubau zugute kommen.

Der Bürgermeister bot dem Jugendparlament an, den Nachwuchspolitikern in den kommenden Jugendparlamentssitzungen jeweils einen Blick hinter die Kulissen der Kommunalpolitik zu geben. „Es wäre vielleicht hilfreich, wenn Sie einen Eindruck bekommen wie eine Stadt, die Verwaltung überhaupt funktioniert, wer Ihre Ansprechpartner sind und welche Rechte und Pflichten sie haben“, so Mohrdieck.

Dass es wichtig ist, das sich junge Menschen in der Politik einbringen, betonte Karin Süfke. „Mischt euch ein und seid unbequem!“, gab die Bürgervorsteherin dem Jugendparlament als Tipp mit auf den Weg. Der Initiator der Jugendparlamentsgründung, Heinz Zindler (Wählerinitiative Graue Panther Dithmarschen), bot den Jungparlamentariern an, sie auch weiter unterstützend zu begleiten, sofern dieses gewünscht sei.

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