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Norddeutsche Rundschau

16. Dezember 2017 | 01:14 Uhr

Übung : Nachwuchs probt für Ernstfall

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

250 Jugendliche aus 21 Wehren löschen, bergen und retten zusammen mit DRK, THW und DLRG .

shz.de von
erstellt am 22.Okt.2013 | 05:00 Uhr

Die Katastrophenmeldung klang dramatisch: Ein Flugzeug war abgestürzt, eine Lagerhalle stand in Brand, Gefahrgut lief aus, Verletzte, Orientierungslose, Geschockte allerorten. 21 Jugendfeuerwehren aus dem Kreis Steinburg übten auf dem Flugplatz Hungriger Wolf mit DRK, THW und DLRG ihre Zusammenarbeit. Insgesamt waren über 250 Jugendliche zwischen 10 und 18 Jahren dabei.

„Es ist eine Übung unter Realbedingungen, die aber vorher angekündigt war“, so Benedict Adamski von der Freiwilligen Feuerwehr Itzehoe. „Die Übung haben die Kinder und Jugendlichen so zwar noch nicht erlebt, kennen aber ihre einzelnen Szenarien, die sie bei ihren Gruppenabenden alle ein bis zwei Wochen proben. Eine Einsatzfahrt ist aber etwas Besonderes für die Kinder.“ Mit dabei auch die im April neu gegründete Jugendfeuerwehr aus Itzehoe, die sich in der Brandbekämpfung an einer der Lagerhallen übte.

Ein Stück weiter die Straße hinunter beim Verbandsplatz wurden die „Verletzten“ gesammelt und behandelt, die zur Übung aus mehreren Puppen in Menschengröße bestanden. „Wir haben hier darauf verzichtet, Menschen zu schminken“, so DLRG-Leiter Nico Scheerer. Zehn Mitglieder aus der DLRG und zahlreiche weitere aus dem Jugendrotkreuz sammelten und verarzteten die Verletzten. Cathleen Zöllner vom Jugendrotkreuz Itzehoe und Marvin Koch vom Jugendrotkreuz Dägeling waren zwei von ihnen. „Es sind verletzte Personen mit Kopf- und Handwunden, die wir versorgen“, erläuterte Marvin Koch.

Nico Scheerer: „Im Waldstück suchten wir nach einen Vermissten und betreuen weitere umherirrende Personen.“ Alle hätten ihre Aufgaben gut erfüllt. „Was wir gesehen haben, hat uns gut gefallen. Es macht Spaß, das Erlernte einmal anzuwenden.“

Am Wasserwerfer wurde die Personenrettung geübt: Eine Person lag bewusstlos eingeklemmt unter einem Anhänger. Die Jugendfeuerwehr St. Margarethen sicherte mit acht Jugendlichen die Unfallstelle ab. Die Jugendfeuerwehr Münsterdorf neutralisierte auslaufende Chemikalien mit Schaum. „Die Zusammenarbeit hat gut geklappt, und es hat Spaß gemacht“, sagte Jugendgruppenleiter Lars Mohr aus St. Margarethen.

Auch Hohenlockstedts Bürgermeister Jürgen Kirsten und Gemeindevertreter Dieter Thara (BfH) betrachteten das Geschehen aus der Nähe. „Es ist schön zu sehen, dass es viele Kinder gibt, die sich für andere einsetzen“, sagte der Bürgermeister. „Und sie zeigen, dass sie das, was sie in der Theorie erlernt haben, in der Praxis umsetzen und sich so früh schon auf veränderte Lagen einstellen können“, ergänzte Dieter Thara.
Nach der Übung kamen die Jugendfeuerwehrkids mit den Ausbildern und Zuschauern in der Halle „Alpha“ zusammen. Der Lohn für ihre Mühe: Es gab Suppen, die von den Johannitern gekocht wurden.


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