Nachwehen

shz.de von
29. Juli 2015, 11:45 Uhr

Er ist schon zwei Wochen vorbei und dennoch immer wieder Gesprächsthema: der Jahrmarkt in Wilster. Die einen fanden ihn okay, andere zu lückenhaft, einige schwelgen noch immer in Kindheitserinnerungen. Früher, so meint eine Leserin, sei das bunte Treiben in Wilster stets der Höhepunkt des Jahres gewesen. Gleich nach der Kartoffelernte seien die Menschen in Scharen auf den Colosseumsplatz geströmt. Wo nur sei der Jahrmarkt aus der Kindheit geblieben? Dabei, so findet sie, lasse sich die Vergangenheit doch auch mit einfachen Mitteln wiederbeleben. Zum Beispiel könnte man einfach mal wie früher eine Bude zum Dosenwerfen aufstellen. Vielleicht sollte man dem Jahrmarkt tatsächlich ein paar historische Volksbelustigungen gönnen. Zum Beispiel eine Frau ohne Unterleib, den stärksten Mann der Welt, Gaukler, Jongleure und Feuerschlucker. Dazu ein dampfgetriebenes Karussel. Der Phantasie sind da nur durch die praktischen Möglichkeiten Grenzen gesetzt. Aber wahrscheinlich greift schon beim Dosenwerfen irgendeine EU-Norm oder Unfallverhütungsvorschrift.

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