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Innenstadt : Nachtfahrverbot für Lastwagen gefordert

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Glückstädter Politiker wollen mit dem Kreis ins Gespräch kommen.

shz.de von
erstellt am 24.Okt.2013 | 11:45 Uhr

Trecker in den Weg stellen, mit Handkarren die Straße blockieren oder eine Baustelle einrichten: Die Mitglieder des Hauptausschusses stellten bei der jüngsten Sitzung mit Freunde Möglichkeiten vor, den Verkehr lahmzulegen. Die Glückstädter Politiker proben zumindest verbal den aufstand. Denn Ziel ist: Die Verkehrsbehörde des Kreises Steinburg soll dazu bewegt werden über ein Nachfahrverbot von Lastwagen über 7,5 Tonnen am Fleth nachzudenken. Ausgenommen sind Schulbusse und der ÖPNV. Genau geht es um die Flethachse in südlicher Richtung ab Kreisel Penny und Sparkasse.

Der Antrag zum Nachtfahrverbot kommt von der CDU: „Die Straße ist für diesen Schwerlastverkehr nicht geeignet“, erklärte Krafft-Erik Rohleder. Stefan Goronczy (FDP) wollte sogar eine Unbefahrbarkeit feststellen lassen.

Bürgermeister Gerhard Blasberg warnte: „Für Vorschriften und Umbauten an der Kreisstraße Am Fleth ist nicht die Stadt verantwortlich – das liegt nicht in unserer Zuständigkeit.“ Das sei Thema des Kreises.

Dr. Siegfried Hansen (Piraten) sah wenig Einflussmöglichkeiten: „Der Kreis kennt die Problematik, will aber keine Nachweise durch ein Lärmschutzgutachten.“ Ohne dies gebe es aber keinen Handlungsbedarf.

Dr. Manfred Lück (CDU) schlug vor, ein Fahrverbot nach Fahrzeuggewicht einzuführen, denn ab der Höhe vom Drogeriemarkt Rossmann liege die Zuständigkeit wieder bei der Stadt.

Die CDU hatte den Antrag im Hauptausschuss eingebracht, damit er schnell in allen Fraktionen diskutiert werden kann. Da die Zuständigkeit beim Bauausschuss liegt, wurde er auch dahin überwiesen.

Hintergrund: Ein kurzes Teilstück am Fleth ist nicht asphaltiert, die Straße mit Granitpflaster belegt. Hausbesitzern und Anwohner beschwerten sich kürzlich im Rathaus über nächtliche zu schnell fahrende Lastwagen am Markt. Diese kleine Stück Straße gehört der Stadt Glückstadt, während der übrige Fleth Kreisstraße ist. Im vorangegangenen Bauausschuss wurde bereits über die Möglichkeit gesprochen, ob dort statt Granitpflaster der Belag verändert werden könnte. Und zwar in eine Asphaltdecke. Beschwerden von Anlieger n waren ein Auslöser für die CDU, sich mit dem Lastwagenverkehr in der Innenstadt zu beschäftigen.

Im Anschluss der Sitzung sagte Bürgermeister Blasberg gegenüber unserer Zeitung: Ein Nachtfahrverbot am Fleth würde das Problem nur auf umliegende Straßen verlagern. Er weiß aber: „Die Lastwagen sind eine Zumutung für die Bürger, die Stadt braucht spätestens beim Bau der geplanten Elbquerung eine Umgehungsstraße.“

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