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Nachtarbeit am Klinik-Parkdeck sorgt für Ärger

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

von
erstellt am 17.Jan.2014 | 05:00 Uhr

Andreas Ebermann wohnt in der Carl-Stein-Straße, in direkter Nachbarschaft des Klinikums Itzehoe. Das war in den vergangenen Tagen keine reine Freude für den 42-Jährigen und seine Nachbarn. Besser gesagt: in den vergangenen Nächten. Denn am Maria-Bornheim-Weg baut das Klinikum ein neues Parkdeck. Die Arbeiten liefen bis spät in die Nacht – und das brachte die Anwohner um den Schlaf. Bis 2.30 Uhr sei einmal Lärm gemacht worden, schildert Ebermann. Zwischendurch habe es Pausen gegeben, dann sei es wieder los gegangen, gleich nach dem Einschlafen: „Es war so, dass man ziemlich rasend wurde.“ Am zweiten Abend war früher Schluss – aber auch da ging es schon stark auf Mitternacht zu.

Bei dieser Gelegenheit habe die Polizei die Arbeiten beendet, weiß Krankenhausdirektor Bernhard Ziegler. Er erfuhr gestern durch den Anruf unserer Zeitung von dem Problem und recherchierte im eigenen Haus. Ergebnis: Es gehe um das Schütten von Beton für die Oberfläche des Parkdecks. Das erfordere vor allem Trockenheit. Die Firma bestelle je nach Wetterbericht den Beton, schütte ihn, müsse dann aber warten, bevor er mit Hilfe von Maschinen geglättet werden könne. „Uns gegenüber war angekündigt, dass das in den Abendstunden stattfindet“, sagt Ziegler. „Von tief in die Nacht war nicht die Rede.“ Die Firma müsse wohl Probleme gehabt haben.

Die Klinik als Auftraggeber habe von dem Vorgehen nichts gewusst, aber der Vorfall tue ihm leid, erklärt der Krankenhausdirektor, der den Ärger der Anwohner versteht. Wiederholen solle er sich nicht – zumal es für allzu große Eile beim Bau des Parkdecks keinen Grund gebe. Zwar hätte es eigentlich zum Weihnachtsfest fertig sein sollen, ein Zeitplan, der nach Verzögerungen nicht mehr zu halten war. Aber diese Entwicklung sieht Ziegler gelassen und betont: „Ob wir die Parkplätze drei Tage früher oder später fertig haben, rechtfertigt keine Nachtarbeit.“

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