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Norddeutsche Rundschau

19. September 2017 | 17:29 Uhr

Abschied : Nachhaltig in die Gemeinde gewirkt

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Pastor Friedrich Kleine in Süderau verabschiedet / Geistlicher tritt heute neuen Tätigkeit als Gefängnispastor in Lübeck an.

shz.de von
erstellt am 01.Apr.2014 | 12:00 Uhr

Er tritt eine neue Aufgabe an und wurde nun gebührend verabschiedet. In der voll besetzten Kirche in Süderau bereiteten Einwohner, Ehrengäste und Eingeladene dem scheidenden Pastor Friedrich Kleine und seiner Frau Julia Rabel mit einem fast zweistündigen Gottesdienst einen feierlichen Abschied – bei strahlendem Sonnenschein.

Musikalisch umrahmt von Dr. Matthias Rheinländer an der Orgel und dem Kirchenchor Süderau, würdigte Propst Dr. Thomas Bergemann das Wirken Friedrich Kleines. Dieser habe als ein hoch engagierter Pastor ein erkennbares Bild von Kirche geprägt. In seiner Arbeit als Gemeindepastor sei vieles möglich gewesen. Denn er habe mit Nachhaltigkeit in die Gesellschaft hinein gewirkt und sich auch für ganz reale Dinge eingesetzt, wie dem Fahrradweg und eine Kindertagesstätte. „Und er hat über die Dorfgrenzen hinaus Verantwortung wahr genommen. Das ist nicht selbstverständlich“, erklärte Bergemann. Dies zeige, was es heißt, auch 500 Jahre nach Luther Christ zu sein.

Friedrich Kleine sei darüber hinaus unbequem gewesen. „Das war nicht immer nur schön, aber es war wichtig, auf verschiedenen Ebenen Verantwortung zu übernehmen.“

In seiner neuen Tätigkeit als Gefängnispastor in der Justizvollzugsanstalt gebe es allerdings keinen weiten Raum, in den er hinein wirken könne, sondern nur die Realität der Enge. Mit dem Dank für seine Tätigkeit und sein Wirken wünschte er ihm dabei trotzdem „Freude auf die neuen Aufgaben und viel Kraft.“

Friedrich Kleine, zu dessen Gemeindegebiet neben Herzhorn auch Teile von Glückstadt sowie Süderau gehörten, sagte in seinem Rückblick auf die vergangenen acht Jahre, er hätte gemeinsam mit seiner Frau viele Erlebnisse aus beiden Gemeinden mitgenommen, „die alle etwas mit Gemeinschaft zu tun haben“.

„Mir ist es immer wichtig gewesen, mich als Teamplayer zu verstehen und einzubringen, und ich wurde dabei vom Kirchenvorstand sehr unterstützt.“ Die Mitarbeiter hätten eigenverantwortlich ihre Bereiche gestaltet, und darin schloss er alle Bereiche von der Kinderkirche über die Jugendarbeit bis zur Seniorenarbeit und dem Friedhofsausschuss mit ein.

Gemeinschaft habe aber auch über die Kirchenarbeit hinaus geherrscht, erst in Herzhorn, dann auch in Süderau. „Zu spüren, dass es doch mehr geben muss, als nur die materiellen Dinge und die irdischen Güter – dafür ist Kirche da.“

Die Kinder der Kitas aus Herzhorn und Süderau sangen ein Lied für den Pastor und überreichten ihm jeder eine Blume. Friedrich Kleine arbeitet ab heute in der Justizvollzugsanstalt in Lübeck.

Nach der Verabschiedung der Herzhorner Kirchenvorsteherin Antje Wienke führte er die neuen Kirchenvorsteher mit dem ehemaligen Bürgermeister Klaus Lange in ihr Amt ein.

Völlig verabschiedet hat Friedrich Kleine sich aus Süderau dennoch nicht: Im Mai will er seine Konfirmanden noch persönlich konfirmieren.

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