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Norddeutsche Rundschau

18. Dezember 2017 | 16:09 Uhr

Verkauf : Nachfolger für Hotel Tiessen gesucht

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Besitzer Hans-Peter und Andreas Tiessen verkaufen das Glückstädter Traditionshaus. Ende des Jahres ist Schluss.

shz.de von
erstellt am 01.Dez.2013 | 16:45 Uhr

Ein Traditionsunternehmen in Glückstadt schließt zum Jahresende. Das Hotel „Holsteinischer Hof“ der Familie Tiessen in der Großen Kremper Straße macht zu. Allerdings wird ein Nachfolger gesucht. „Wir wären froh, wenn die Gaststätte und das Hotel erhalten blieben“, sagt Andreas Tiessen (57). Die Gründe, warum geschlossen wird, sind privater Natur. Denn seine Frau Martina (54) und sein Bruder Hans-Peter (60) können aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr weiterarbeiten. Deshalb hat sich die Familie entschlossen, das Gebäude zu verkaufen.

Die Glückstädter sprechen eigentlich nur vom „Hotel Tiessen“, dabei gibt es den „Holsteinischer Hof“ schon seit langem. „Gebaut wurde das Hotel bereits um 1820 von einem Herrn Groth“, erklärt Hans-Peter Tiessen. Dies weiß er so genau, weil das ursprüngliche Gebäude kurz nach der Belagerung Glückstadt im Jahr 1813 abgebrannt war. Aufgebaut wurde wieder ein Fachwerkhaus. „1920 übernahmen die Großeltern Friedrich und Constanze Tiessen das Geschäft“, erzählt Hans-Peter Tiessen.

Während die Großeltern und Eltern noch Zimmer auf zwei Etagen vermieteten, betreiben die Brüder nur noch eine Etage mit 13 Zimmern. Der Grund: sie selbst wohnen jetzt in der zweiten Etage. Das Grundstück in der Fußgängerzone ist für Glückstädter Innenstadtverhältnisse groß: Wobei zu der 600 Quadratmeter Fläche auch ein Garten gehört, in dem eigentlich einmal ein Biergarten geplant war.

Beide Brüder haben die Gastronomie von der Pike auf gelernt und sind dann in den elterlichen Betrieb eingestiegen. Als der Vater Hans-Hermann 1986 starb, machten sie zunächst mit ihrer Mutter Sabine Tiessen bis zu deren Tode weiter. Hans-Peter Tiessen ist heute für die Küche zuständig, Bruder Andreas für den Service.

Vermietung an Fremde war immer das eine, der Kontakt zu Glückstädtern das andere. Denn Mitglieder von vielen Vereinen haben sich in der gemütlichen Gaststube und in den zwei Clubräumen immer sehr wohl gefühlt.

„Wir warten jetzt erst einmal in Ruhe ab“, sagt Hans-Peter Tiessen. Denn auch wenn geschlossen sei, gäbe es noch genügend zu tun. Denn dann geht es ans Aufräumen.

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