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Norddeutsche Rundschau

11. Dezember 2017 | 09:25 Uhr

Nach Feierabend geht’s auf den Markt

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Ab 1. Oktober zusätzlicher Markttag in Brunsbüttel: Jeden Donnerstag von 15 bis 19 Uhr auf dem Rathausplatz

von
erstellt am 26.Sep.2015 | 10:16 Uhr

Neue Wege geht der Wirtschaftskreis in der Schleusenstadt. Das Gremium aus Geschäftsleuten, Politik und Verwaltung will einen zweiten Markttag etablieren. Das Ungewöhnliche daran: Erstmals soll in der Region der Nachmittag zum Bummel über den Wochenmarkt locken. Ab 1. Oktober bieten die ersten Händler, die das Projekt unterstützen, ihre Waren von 15 bis 19 Uhr auf dem Platz am Rathaus an.

Bei den Überlegungen, wie der Haupteinkaufsmeile Koogstraße mehr Leben eingehaucht werden könnte, lieferte der Leiter der Boy-Lornsen-Grundschule die zündende Idee. Nikiel berichtete vom Nachtmarkt auf St. Pauli. „Das war eine tolle Idee“, befand nicht nur Olaf Hiel, Sprecher des Wirtschaftskreises. „Nachmittags ist ein Markt eine gute Sache für die Geschäftswelt. Dafür allerdings müssen die Händler ihre Stände auf dem Rathausplatz aufbauen und nicht auf dem angestammten Wochenmarktplatz. Sieben Beschicker hatten sich gleich bereit erklärt, das Vorhaben zu unterstützen. Marktmeisterin Sigrid Lenz hofft, dass weitere Händler das Angebot ergänzen und der „Feierabendmarkt“ noch attraktiver wird. Einig sind sich die Initiatoren darin, dass es einiger Anlaufzeit bedarf, bis sich der Markt etabliert hat.

„Der Rathausplatz ist ein Filetstück, aber er wird zu wenig genutzt“, freut sich Buchhändler Dietrich Wienecke über den Versuch. Er kündigte an, sein Geschäft an den Markttagen länger öffnen zu wollen. Und auch Horst Franzenburg (Reese) will seine Öffnungszeiten donnerstags anpassen. „Wir finden das positiv“, sagt er über die Idee des Wirtschaftskreises.

Olaf Hiel ist dabei schon weiter, hat die Vorweihnachtszeit im Blick. Vielleicht, überlegt er, findet sich auch der Betreiber eines Glühweinstands. „Wer weiß, vielleicht ist das eines Tages die Keimzelle eines Weihnachtsmarkts.“

Marcus Fliegel, der mit seinem Gemüsestand ab donnerstag ebenfalls dabei sein wird, begrüßt den Vorstoß. „Wir haben nichts zu verlieren, es ist einen Versuch wert“, sagt er. Der Brunsbütteler glaubt, dass diese Marktzeiten auch einer gesellschaftlichen Entwicklung entsprechen: „Viele Frauen müssen ebenfalls arbeiten, die haben vormittags gar keine Zeit, auf einen Markt zu gehen.“

Das sieht auch Stadtmanagerin Anne-Merle Wulf so: „Es ist ein Angebot für Berufstätige.“ Sie begrüßt, dass sich die Kaufleute mit einklinken.

Geworben wurde bereits im großen Stil beim Bauernmarkt am Dienstag, 1000 Flyer sind gedruckt worden, die über den Markt informieren und auch die Wochenmärkte zwischen Lunden und Wilster auflisten – allesamt vormittags. Olaf Hiel schwebt zudem Werbung an der B5 vor. „Wilster macht das sehr gut für bestimmte Veranstaltungen.“

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