zur Navigation springen
Norddeutsche Rundschau

20. Oktober 2017 | 22:36 Uhr

Bildung : Mystik, Fantasy und eine Prise Horror

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Schülergruppe der Klosterhof-Schule in Itzehoe dreht Kurzfilm mit Filmemacher Michael Söth. Öffentliche Premiere am 7. März.

von
erstellt am 17.Feb.2017 | 11:54 Uhr

Vor und hinter der Kamera geht es zu wie beim professionellen Filmdreh: Schauspielerin Merle gibt alles. Schreiend und kreischend spielt sie die Szene, in der „die Böse“ in Flammen aufgeht (mehr wird noch nicht verraten). Doch das große Filmfinale ist nicht schnell im Kasten: „Cut! Wir haben keinen Ton“, ruft Franz vom Regieteam dazwischen. Alles auf Anfang, neuer Versuch. Diesmal läuft der Ton, doch Kameramann Adrian ist mit dem Bildausschnitt noch nicht zufrieden. „Ich muss dichter ran. Geht mal zur Seite.“ Alles auf Anfang, der nächste „Shot“.

Mystisch wird der Streifen werden, mit Horror- und Fantasy-Elementen – so viel verraten die Schüler der Klosterhof-Schule am Set im ehemaligen Schlemmbottich auf dem Alsengelände schon vorab. Ein magisches Amulett steht im Mittelpunkt der Handlung. Alles Weitere ist noch geheim und soll es bis zur großen Premiere am 7. März auch bleiben. Die ganze Woche wurde gedreht, mit den Vorarbeiten für ihr Filmprojekt begannen die rund 25 Schüler aus allen Klassenstufen der Gemeinschaftsschule bereits vor Weihnachten.

„Wir haben verschiedene Teams gebildet und die Aufgaben verteilt“, erzählt Johanna aus der zehnten Klasse. Sie kümmert sich mit Klassenkameradin Lia und weiteren Schülern als „Making-of-Team“ um die Dokumentation. „Wir begleiten die anderen bei allen Produktionsschritten und werden am Ende einen eigenen kleinen Film über die Dreharbeiten machen, mit Interviews und allem was dazu gehört. Bei uns gibt es dann auch die Szenen zu sehen, die nicht so gut geklappt haben.“

Andere Schüler haben das Drehbuch geschrieben, die technische Umsetzung geplant oder die Requisiten besorgt. „Die Jugendlichen sollen möglichst alles selbst machen“, sagt Michael Söth. Der Kieler Filmemacher, bekannt durch Produktionen wie „Deichking“ und „Deichbullen“, begleitet jeden Schritt der Filmproduktion. „Als Berater“, sagt Söth. „Die Schüler schauen nicht zu, wie ich einen Film mache, sondern ich helfe ihnen bei ihrem eigenen Film. Nur so lernt man wirklich was.“ Vor anderthalb Jahren hatte Söth im Rahmen des Festivals Krimi-Nordica bereits ein Filmprojekt mit der Klosterhof-Schule umgesetzt. Der Kontakt blieb bestehen.

„Das war damals eine ganz erfolgreiche Geschichte“, sagt Söth. „Und erfolgreiche Dinge verdienen ja durchaus eine Wiederholung.“ Das sah auch die Schule so, sagt Lehrer Bert Beutner, der das Projekt organisatorisch begleitet. Die Schüler haben sich alle freiwillig gemeldet und waren für diese Woche vom Unterricht freigestellt. „Den Stoff müssen wir nachholen“, sagt Lia. „Aber das klappt schon“.

Die Vor- und Nacharbeiten des Drehs machen die Jugendlichen in ihrer Freizeit. „Beim Schneiden werde ich sicher ein wenig mehr eingreifen als bei den anderen Schritten“, sagt Söth. „Aber nur technisch. Inhaltlich geben auch da die Jugendlichen die Richtung vor.“ Franz zieht schon jetzt ein positives Fazit aus der Zusammenarbeit mit dem Filmemacher. „Man merkt schon sehr deutlich, dass er ein Profi ist und genau weiß, was er tut“, sagt der Achtklässler, der gemeinsam mit anderen beim Dreh Regie führte.

Den fertigen Film, der etwa 13 Minuten lang werden soll, wird es wie das Making-of online über das Videoportal Youtube zu sehen geben. Doch zuvor wird der Streifen, wie es sich für einen richtigen Film gehört, bei einer Premierenfeier am Dienstag, 7. März, ab 19 Uhr in der Aula der Kaiser-Karl-Schule öffentlich präsentiert. Bert Beutner: „Wir hoffen auf zahlreiche Zuschauer.“

>Der Eintritt zur Premiere ist frei.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen