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viele einsätze : Mysteriöser Rauch und Feuer im Dach

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Die Glückstädter Feuerwehr hat seit Tagen viel zu tun. Eine Übersicht über die Einsätze.

von
erstellt am 14.Sep.2013 | 17:21 Uhr

Acht mal Alarm innerhalb von zwei Tagen – darunter vier First-Responder-Einsätze: Die Glückstädter Feuerwehr hat im Augenblick viel zu tun.

So alarmierte ein Autofahrer Donnerstagabend kurz vor 20 Uhr wegen eines vermeintlich qualmenden Transformatorenhauses am Bahnübergang Janssenweg Polizei und Feuerwehr. Als die Hilfe vor Ort eintraf, bestätigte sich zunächst der Verdacht: Wie die Polizei berichtet, roch es gegenüber dem früheren Ausbesserungswerk der Bahn brenzlig. Während man noch das weitere Vorgehen besprach, klärte sich die Rauchentwicklung unvermittelt auf: Aus dem Schornstein eines Einfamilienhauses gegenüber dem Bahnübergang Janssenweg wurde zeitweilig etwas Qualm aus einer betriebenen und genehmigten Holzschnitzelheizung bodennah zum Schaltkasten geweht.

Inzwischen steht fest, dass auch der vorangegangene Einsatz Am Hafen noch einmal glimpflich ausgegangen ist. Wie berichtet, war es gegen 17 Uhr im Dachstuhlbereich eines denkmalgeschützten Hauses bei Sanierungsarbeiten zu einem Entstehungsbrand gekommen. Ausgelöst wurde dieser vom Hauseigentümer selbst.

Wie Feuerwehreinsatzleiter Sven Kabel gestern abschließend mitteilte, entzündete sich beim Verlegen von Schweißfolien eine Folie. Flammen liefen ins Dachgebälk. Im Nachbarhaus kam es zu einer Rauchentwicklung. Der Bauherr selbst reagierte sofort und rief um Hilfe. Sein Nachbar eilte mit einem Pulverlöscher herbei und konnte sichtbare Flammen noch vor Eintreffen der alarmierten Feuerwehr löschen.

„Für uns gestaltete sich der anschließende Einsatz äußerst schwierig, weil wir mit unserer Drehleiter nicht an den unmittelbaren Brandherd herankamen und auch das rückwärtige Gerüst nicht benutzbar war“, bestätigte Kabel. Entsprechend war ein Einsatz der Höhenrettungsgruppe erforderlich. Drei Feuerwehrleute wurden mit Hilfe der Drehleiter abgeseilt. Sie nahmen zwischen beiden aus der Gründerzeit stammenden Gebäuden Teile der Dachhaut auf und entfernten zwei angebrannte Balken.

Nach nochmaliger Kontrolle mit einer Wärmebildkamera konnte die Feuerwehr kurz vor 19 Uhr abrücken und die Straßen Am Hafen wieder freigeben. Auch wenn durch das Feuer selbst kein Gebäudeschaden entstanden ist, schaltete sich gestern die Kripo Itzehoe in die Ermittlung zur Brandursache ein. Grund: Durch die schwierigen Lösch- und Sucharbeiten wurde das Dach des Nachbarhauses beschädigt.

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