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Grosseinsatz : Mysteriöse Suche nach einem Kind in Itzehoe

vom

Die Bundespolizei sucht mit einem Hubschrauber nach einem Mädchen. Ob wirklich ein Kind vermisst wird, ist unklar.

Ein Hubschrauber mit Wärmebildkamera kreiste am Freitagabend über Itzehoe, sechs Streifen waren im Einsatz. Die Suchaktion galt einem kleinen Kind – doch ob wirklich ein Mädchen verschwunden war, ist unklar.

Es begann gegen 20 Uhr. In einem abfahrbereiten Zug im Itzehoer Bahnhof habe ein afghanisches Pärchen gesessen, berichtet Hanspeter Schwartz, Sprecher der Bundespolizei. Dieses habe nach eigenen Angaben ein Mädchen, etwa vier Jahre alt, dabei gesehen, wie es im Spiel immer wieder aus- und wieder eingestiegen sei. Dann sei der Zug losgefahren – ohne das Kind. Mit dieser Beobachtung habe sich das Pärchen dann an die Zugbegleiterin gewandt, so Schwartz. Diese habe ihnen gesagt, dass sie am nächsten Bahnhof aussteigen und wieder zurück nach Itzehoe fahren sollten.

Das taten sie nicht. „Wir haben keinen Kontakt zu dieser Familie, auch das Mädchen ist nie wieder aufgetaucht“, sagt der Sprecher. Die Kommunikation zwischen dem Paar und der Zugbegleiterin sei auf Englisch gelaufen, aber schwierig gewesen. Dennoch, nach dem Alarm wurde die „größere Suchaktion“ gestartet. Züge durften nur mit reduzierter Geschwindigkeit fahren wegen der Möglichkeit, dass das Kind sich im Gleisbereich aufhalten könnte. Bis 22.30 Uhr lief die Suche, ohne Ergebnis. Es ist nicht einmal klar, ob das Kind zu dem verschwundenen Pärchen gehörte – und ob es das Kind überhaupt gab. Kommentatoren im sozialen Netzwerk wollten wissen, dass alles gut und das Kind wieder bei der Familie sei. Die Polizei hat davon keine Kenntnis, es gab auch keine Vermisstenmeldung. „Letztendlich können wir es nicht aufklären“, sagt Schwartz. „Die Spur verliert sich so ein bisschen im Nirwana.“

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erstellt am 24.Dez.2016 | 12:07 Uhr

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