Workshop auf dem WOA-Fesitavlgelände : Musizieren als Lebensgefühl

Haben Spaß an dem Camp:  die Mitglieder der Mädchenband „Uglytruth“.
Haben Spaß an dem Camp: die Mitglieder der Mädchenband „Uglytruth“.

70 Jungen und Mädchen rocken beim Wacken Music Camp.

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16. August 2017, 16:15 Uhr

„Wir wollen coole und flippige Musik machen“, sagt Melissa. Bereits zum vierten Mal nimmt die 18-Jährige aus Rendsburg am Wacken Music Camp teil. Gemeinsam mit Wienke (17), Luisa (17), Patricia (14), Svea (19) und Cecil (12) bildet sie die Mädchen-Band „Uglytruth“.

„Wir haben zwar klassische Instrumente wie Geige, Querflöte und Cello dabei, unsere Musik aber würde ich eher als undefinierbar bezeichnen“, meint Svea. Noch bis Sonntag verweilen auf dem WOA-Festivalgelände wieder 70 Kinder und Jugendliche zwischen 13 und 17 Jahren, um in einem einwöchigen Workshop eigene Musik zu machen – und um sich musikalisch weiter zu entwickeln.

„Die jungen Musiker haben sich wie in jedem Jahr wieder zu Bands formiert“, sagt Enno Heymann vom Veranstalter Kurs 54°N. Gemeinsam mit dem Landesverband der Musikschulen in Schleswig-Holstein und der Fachhochschule Westküste in Heide wurde das zum vierten Mal stattfindende Music Camp auf die Beine gestellt.

Nachdem die Jugendlichen ihre von den Pfadfindern zur Verfügung gestellten Jurten und Koten errichtet und bezogen hatten, begann die von den neun Coaches und Produzenten sowie 16 Teamern unterstützte Einteilung der Bands. Besonders hebt Heymann hervor, dass die Jugendlichen während des einwöchigen Workshops ihre eigene Musikalität entdecken sollen. Im Vordergrund stünde dabei die Produktion eigener Songs. Gecoverte Songs seien im Music Camp daher nicht zu finden.

Geprobt wird die ganze Woche über in den Übungsräumen des „Wacken Campus“ in der Grundschule. Dort erhalten die Teilnehmer nicht nur Instrumentalunterricht, sondern auch Bandcoaching. Mehrere Räume sind mit Instrumenten und dem kompletten Equipment ausgestattet, die zur Produktion einer CD notwendig sind. Bei dem gemeinsamen Musizieren dreht es sich in erster Linie um Heavy-Metal und Hardrock. Dennoch: Alle Stilrichtungen sind möglich. „Das können die Nachwuchsmusiker selbst entscheiden“, sagt Heymann.

„Wir spielen von Rock über Punk bis hin zum Metal alles mögliche“, sagt der 14-jährige Hermann, Schlagzeuger der Band „Crossover“.

Mit einem furiosen Konzert wollen die Jugendlichen am Sonnabend, 19. August, um 15 Uhr in der großen Turnhalle an der Schule ein Statement setzen: „Musik machen ist mehr als ein Hobby – es ein Lebensgefühl.“ Der Eintritt zu dem Konzert handgemachter Musik ist frei.

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