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Workshop : Musikinstrumente in Eigenarbeit hergestellt

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Ungewöhnliche Musikinstrumente haben Brokstedter im Rahmen eines Workshops gebaut.

Seltsame Geräusche erklangen im Gemeindesaal der Kirche. Dort wurde gesägt, gebohrt und eifrig geschraubt. „Es bringt Spaß, die ungewöhnlichen Musikinstrumente zu spielen und zu bauen, und es ist ganz lustig hier“, berichtete der 14-jährige Rene Daßau.

Ideengeber für diesen Workshop war Kantor Peter Reinhard, der durch ein Video im Internet auf die seltsamen Musikinstrumente aufmerksam wurde. Auf Begeisterung stieß er damit auch beim örtlichen Förderverein für Kirchenmusik, der sogleich zusagte, die Materialkosten für den Workshop zu übernehmen. Unterstützung bekam Peter Reinhard von Jörg Siebeneichler aus dem Kirchengemeinderat.

Eine neue Erfindung sind Musikinstrumente aus Hochtemperatur-Rohren (HT), die man im Sanitärhandel erhält, nicht. Bekannt und erfolgreich damit ist die Blue Man Group, die inzwischen weltweit auf großen Bühnen auftritt. Für die jungen Workshop-Teilnehmer aus Brokstedt wird die Bühne zunächst im Ort bleiben. Pastor Dr. Hartmut Schmidt hat schon Interesse an einem Auftritt angemeldet.

Bei dem Projekt ging es um schwingende Luftsäulen, die eine bestimmte Länge haben müssen, um einen bestimmten Ton zu erzeugen. Zunächst wurde für das „pentatonische Tubulum“ ein Holzgestell gebaut, damit die Rohre dort einen sicheren Halt hatten. Zum Einstimmen der Töne hatte die Gruppe ein Klavier benutzt. Vorsichtig wurde dann gekürzt und ausprobiert. Für die hohen Töne war das Rohr kurz und für die tiefen Töne wurden unterschiedlich lange Rohre vermessen und zurechtgesägt.

Das Schlaginstrument musste natürlich auch erst gebaut werden.Die Teilnehmer experimentierten mit Flip-Flops, aber letztendlich wurden es Schlegel mit einem Mousepad an einem Holzstiel.

Bei dem zweiten Musikinstrument sind gleich mehrere Personen notwendig, um es zu halten und zu spielen: Die „Drumbone“, auch ein Instrument der Blue Man Group. Die Flächen, auf die zur Tonerzeugung geschlagen wird, waren aus Plexiglas und aus Lkw-Folie, die sich als sehr widerstandsfähig zeigte. Die unterschiedlichen Töne entstehen, indem man die ineinander steckenden Rohre auseinander zieht, um die Schallfläche zu verlängern oder zusammen schiebt, um einen höheren Ton zu erhalten. „Spannend, die Instrumente zu bauen und gut, die Instrumente zu spielen“, fanden auch Swantje Daßau (9) und Thore Buchweitz (8).

Nach zwei Tagen praktischer Herstellungsarbeit ging es an Tag drei und vier endlich um das gemeinsame Spielen. Was dabei herausgekommen ist, wird die Truppe eventuell bald auch der Öffentlichkeit präsentieren.

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