Musikfest: Spende für Via Nova und Grundschule

An der neuen Tischtennisplatte: Frauke Raap, Torsten Tetzlaff, Birgit Sierck, Klaus Dössel und Klaus-Dieter Fox.
An der neuen Tischtennisplatte: Frauke Raap, Torsten Tetzlaff, Birgit Sierck, Klaus Dössel und Klaus-Dieter Fox.

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08. Dezember 2014, 16:53 Uhr

Die Freude bei den Kindern war groß. Sie hatten sich eine Tischtennisplatte gewünscht. Und Klaus-Dieter Fox besorgte ihnen eine. Der SPD-Ortsvereinsvorsitzende hatte im Sommer ein großes Musikfest in Herzhorn mit anderen veranstaltet. Von vornherein war klar, wem der Erlös zu Gute kommen sollte: Der Einrichtung Via Nova, in der zurzeit sieben Kinder leben, und der betreuten Grundschule. Für Letztere gibt es Bastelmaterial und Spielzeug.

Da die Tischtennisplatte bereits bei Via Nova steht, kamen alle Beteiligten dort zusammen, um Danke zu sagen. Für den Förderverein Grundschule bedankten sich Klaus Dössel und Birgit Sierck, die die Kinder vor und nach der Schule betreut. „Wir sind permanent auf Spenden angewiesen“, sagte Klaus Dössel. Denn der Verein würde nur einen kleinen Zuschuss vom Land bekommen.

Kaffee und Kekse boten bei Via Nova Sozialpädagogin Frauke Raap und die Kindern an. Gekommen war auch Einrichtungsleiter Torsten Tetzlaff. Sie alle zeigten den Gästen auch das Haus. Die Kinder leben im alten Amtsgebäude, welches zu einem Wohnhaus umgebaut wurde. Die Einrichtung Via Nova ist seit zehn Jahren in Herzhorn und hat Platz für acht Kinder. Die Mädchen und Jungen, die zurzeit dort leben, sind im Alter von zehn bis 18 Jahren. Aufgenommen werden Kinder bereits seit sechs Jahren.

„Diese Kinder brauchen ein zweites Zuhause. Einen Platz wo sie sich wohlfühlen“, erklärt Torsten Tetzlaff die Situation. Aber sie würden auch regelmäßig ihre Eltern besuchen. Via Nova ist eine Jugendhilfeeinrichtung, die 2001 von Marion Thiel gegründet wurde und ihren Sitz in Itzehoe hat. Mittlerweile gibt es 130 Mitarbeiter, rund 100 Kinder werden in verschiedenen Gruppen in Schleswig-Holstein betreut. Torsten Tetzlaff war von Anfang an dabei, davor war er beim Jugendamt in Itzehoe tätig. „Die Idee der Einrichtung ist, dass sich das Angebot an den Kindern orientiert“, sagt er zum Konzept Via Nova. „Hilfe zur Erziehung“, heißt es. Für die Finanzierung sind die Jugendämter zuständig – an dem Ort, an dem die Eltern wohnen. „Wir arbeiten viel mit den Eltern zusammen“, sagt Tetzlaff. Denn der gesetzliche Auftrag sei, dass die Kinder zurück gehen sollen ins Elternhaus.

In ihrem jetzigen Zuhause in Herzhorn fühlen sich die Jungen und Mädchen offensichtlich wohl. Haben sie Kritik, können sie dies direkt ansprechen oder aufschreiben und in einen Kasten, der im Flur hängt, einwerfen.

„Sie können sich beschweren oder auch mitgestalten“, sagt Tetzlaff. Als Beispiel nennt er die Spende von den Musiktagen. Sie wurden gefragt, was sie sich wünschen.

So etwas wird bei den regelmäßigen Gruppenabenden besprochen. Und bei diesen gibt es feste Regeln, sagt Frauke Raap. Keiner darf den anderen unterbrechen und es darf nicht durcheinander geredet werden. „Die Kinder sind untereinander streng“, erklärt die 29-jährige Sozialpädagogin.

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