Neuauflage des Jubiläumskonzerts in Glückstadt : Musiker voller Lebensfreude

Mit seinem ersten Geiger scherzte Dirigent Hans Richter sogar während der einzelnen Stücke.
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Mit seinem ersten Geiger scherzte Dirigent Hans Richter sogar während der einzelnen Stücke.

Die Neuauflage des Jubiläumskonzerts mit den Smetana Philharmoniker fand erneut begeisterte Zuhörer.

shz.de von
08. Januar 2018, 05:00 Uhr

Anlässlich des Jubiläums zum 400-jährigen Bestehen Glückstadts im vergangenen Jahr hatte auch der Förderverein für Musik an der Stadtkirche zu Glückstadt verschiedene musikalische Highlights geplant. Eines davon war gleich zu Beginn 2017 der Auftritt der Smetana Philharmoniker aus Prag beim ersten Neujahrskonzert in Glückstadt. Und genau dieses Konzert wurde ein derartig großer Erfolg, dass der Förderverein noch während des Abends eine Wiederholung anstrebte. Mit Erfolg. So konnten viele Musikbegeisterte auch zu Beginn dieses Jahres wieder ein Konzert von hoher Güte mit den Smetana Philharmonikern genießen.

Auch dieses Mal präsentierten die tschechischen Musiker ein anspruchsvolles Programm von hoher Güte. Unter anderem kamen klassische Opern- und Operettenstücke von Mozart, Léhar oder auch Verdi zu Gehör.

Mitgebracht hatten die Smetana Philharmoniker außerdem zwei herausragende Solisten, die mit ihren gewaltigen Stimmen das Publikum begeisterten. Tenor Hubert Schmid war schon vor einigen Jahren bei einem Konzert in Glückstadt gewesen und erinnerte sich sogar noch an den Auftritt. Sopranistin Nuri Park hatte mit ihrer Stimme den Dirigenten der Prager Musiker so beeindruckt, dass er sie spontan für sein Orchester engagiert hatte. Auch in Glückstadt brillierte sie mit ihrer starken, klaren Stimme, die die Stadtkirche bis in die hintersten Ecken füllte.

Moderiert wurde der stimmungsvolle Abend vom Chefdirigenten Hans Richter in seiner unvergleichlich charmanten und humorvollen Art. Auch die „magische“ Akustik in der Glückstädter Stadtkirche habe ihn und seine Musiker bewogen, gern wieder hier zu spielen, freute er sich. Und diese Akustik nutzte das Orchester auch in diesem Jahr wieder voll aus. Im ersten Teil wurden unter anderem zwei Stücke aus Mozarts „Le nozze di Figaro“ bejubelt. Tenor Hubert Schmid erntete Bravo-Rufe für seinen Part aus Verdis Oper „Rigoletto“. Wer kannte es nicht, das bekannte „La donna e mobile“, mit dem er das Publikum sichtlich begeisterte.

Nicht weniger erfreut waren die Zuhörer dann von Sopranistin Nuri Park und ihrer Darstellung vom „Lied an den Mond“ von Antonin Dvorák. Weitere bekannte Melodien folgten im zweiten Teil des Konzertes. Unter anderem sang Hubert Schmid noch „Dein ist mein ganzes Herz“ aus Franz Léhars „Land des Lächelns“ und Nu-ri Park den Csarkas aus Johann Strauß’ Fledermaus.

Die Begeisterung des Publikums schien sich von Stück zu Stück zu steigern. Und auch die jungen Musiker spielten voller Lebensfreude und mit hoher Konzentration. Stimmungsgeladene Höhepunkte waren auch die Ouvertüre aus die „Leichte Kavallerie“ zu der das Publikum sehr zur Freude des Dirigenten gern mitklatschte und die Annen-Polka von Johann Strauß. Mit dem Donauwalzer setzten die Smetana Philharmoniker dann einen Schlusspunkt unter ein grandioses Konzert.

Ganz ohne Zugabe ließ das Publikum, das schließlich stehend applaudierte, die Musiker dann aber doch nicht von der Bühne. Und so gaben die beiden Gesangssolisten dann noch ein Duett zur Orchesterbegleitung, das die Zuhörer nun restlos begeisterte.

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