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Norddeutsche Rundschau

18. Oktober 2017 | 20:58 Uhr

Konzert : Musikalisches Feuerwerk mit Rapalje

vom
Aus der Redaktion der Glückstädter Fortuna

Holländischen Band begeistert in Kellinghusen mit irischer, schottischer und holländischer Folk-Musik.

shz.de von
erstellt am 17.Nov.2014 | 17:00 Uhr

Präsentiert vom Kulturverein „PEP“, bestachen die vier Musiker der holländischen Band „Rapalje“ durch ihre Spielfreude und den gekonnten Einsatz ihrer Instrumente Kellinghusen. Zweieinhalb Stunden lang bot die Gruppe eine geballte Ladung irischer, schottischer und holländischer Folk-Musik. Die Irish-Folk-Band aus Groningen in den Niederlanden spielte bereits zum dritten Mal in der Störstadt, sorgte für einen prall gefüllten Saal und das am besten besuchte PEP-Konzert des Jahres.

Dieb, William, Maceál und David nahmen die Zuhörer erneut mit auf eine musikalische Reise durch das schottische Hochland und die irische Ebenen und zeigten sich bei ihren Jigs, Reels und Balladen als gekonnte Multi-Instrumentalisten. So sangen und spielten die vier Musiker auf Geige, Tin Whistle, Gitouki, Ziehharmonika sowie verschiedenen Pipes und gaben den Rhythmus mit der traditionellen Bodhrán an.

Gekleidet wie gewohnt in mittelalterliche Kilts, spielte die Liveband ein großes Repertoire an Klassikern und Hits. Dabei gaben sie den Spaß an der Musik an die direkt vor ihnen mitfeiernden Zuhörer weiter.

Neben „Whiskey in the jar“ sorgten sie besonders mit der langsamen Liebes-Ballade „Caledonia“, dem am meisten gewünschten Stück der Band, für Furore. Ein Titel der Iren, der besser als viele Worte die Situation von Auseinandersetzungen in der Welt beschrieb, war „Home is where my friends are” den Maceál unter Applaus erklärte: „Die Welt besteht nicht aus Feinden, sondern aus Freunden, die man nur noch nicht kennen gelernt hat.“

Fehlen durfte auch der Feuerauftritt nicht, der bereits zuvor mit einigen Pyro-Zündungen angekündigt wurde. Als die Bandmitglieder dann mit Fackeln in der Hand sangen und David dazu den Dudelsack spielte, kannte der Applaus keine Grenzen mehr. Das Publikum dankte es unter anderem mit einer Einlage überdimensionierter aufblasbarer weißer Hände aus Plastik, mit dem die ersten Reihen ordentlich applaudierten.

Ein Zuhörer sorgte sogar für eine spontane Änderung des Programms, als er vor die Bühne kam und sich während des Konzerts den Song „Rotkäppchen“ wünschte. Diesen, einmal als Jux bei einem anderen Gig gespielt, gibt es sonst nirgendwo auf CD zu hören. „Den wünscht sich unser Publikum seitdem immer wieder“, sagte David. Der Song hält sich nur entfernt an die Märchenvorlage, dafür liefert er umso mehr schlüpfrigere Texte.

 

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