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Detlefsen-Gymnasium : Musikalischer Reigen für die Abi-Feier

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Drei Stunden lang begeistern Schüler und Lehrer des Glückstädter Gymnasiums das Publikum mit ihrem Bunten Abend. Der Erlös fließt in den Abi-Ball.

Mit einer Veranstaltung im Kulturmärz wollte der Abschlussjahrgang des Glückstädter Detlefsen-Gymnasiums den Abi-Ball im Sommer finanzieren. Herausgekommen ist ein dreistündiger bunter Unterhaltungsabend, in dem sich die Schule von ihrer besten Seite präsentierte. Und es dürfte sich gelohnt haben, denn die Mensa war bis in die Pausenhalle mit einem begeisterten Publikum gefüllt.

Das Bunte-Abend-Komitee mit Kaja Warnke hatte Schüler, Lehrkräfte und Ehemalige aufgerufen, sich mit musikalischen Beiträgen zu beteiligen. Durch die Unterstützung der Eltern Sabine und Rüdiger Fock sowie Lehrerin Birthe Krüger konnte ein Programm mit Musik aus verschiedenen Zeiten und Stilrichtungen zusammengestellt werden. Gemeinsam mit Frederik Looft moderierte Knud Steiner den Abend, unterstützt von professioneller Technik inklusive der Übertragung auf Großbildschirmen.

Zusammen mit Susanne Senftleben, Birgit Henningsen-Niepelt und Karen Frank trug Schulleiter Hartmut Appel den Ray Charles Hit „Hit The Road Jack“ im schwarzen Anzug mit Sonnenbrille vor. Begleitet wurde er am Klavier von Rüdiger Fock. Ein musikalischer Höhepunkt war der Auftritt von Lehrer Günter Buss, der die Ballade „Suzanne“ von Leonard Cohen auf Französisch gefühlvoll interpretierte und zusammen mit Birthe Krüger den Song „Summerwine“ anstimmte.

Eröffnet wurde der musikalische Reigen durch Mitglieder des Unterstufenchores, die mit Lehrer Olaf Dohrmann den Gospel „Go Down, Moses“ vortrugen. Martin Meiners sang, begleitet von Steffen Peters am Akkordeon und Lorena Peters am Klavier, zwei Seemannslieder. Schwungvoll interpretiert wurde „Ein bisschen Goethe, ein bisschen Bonaparte“ von Sextanern und Quintanern zusammen mit Britt Lange-Reimers und Olaf Dohrmann. Fetzig ging es zu, als Paul Gamradt zusammen mit Marcel Demant, Jacob Rux und Murat Aksular die Bühne rockte.

Originell trugen die Schüler des Physikprofils „Eye Of The Tiger“ vor, indem sie Röhren unterschiedlicher Länge und Durchmesser zur Klangerzeugung nutzen. Optischer Höhepunkt war der Vortrag der Lehrkräfte Birthe Krüger, Katrin Lindau, Franziska Rohde, Anne Döll und Jasmin Knaack, die im Outfit der Spice Girls „Wannebe“ choreografierten.


Erinnerungen an die Geschichte des Detlefsen-Gymnasiums


Zwischen den Musikblöcken ließ der pensionierte Lehrer Norbert Meinert, der sich in seiner alten Wirkungsstätte sichtlich wohl fühlte, die Geschichte der Schule Revue passieren. Er spannte einen großen Bogen von der Gründung im Jahr 1630 als königliches Gymnasium, dem Namensgeber Detlef Detlefsen und die Entwicklung von der Gelehrtenschule bis zum Reformgymnasium. „1930 hatte die Schule 183 Schüler, darunter waren nur 30 Mädchen, von denen schaffte es kaum eine bis zum Abitur.“ Einen Schwerpunkt legte er auf die Zeit von 1933 bis 1945, die seiner Meinung nach immer zu kurz dargestellt worden ist. Dazu hatte er in Mitteilungsbüchern und Chroniken recherchiert: „Die Schüler versammelten sich in der Pausenhalle, um würdige Feiern zum Geburtstag des Führers, zum Muttertag, zum Tag der Hausmusik oder zum Tag des deutschen Volkstums abzuhalten. 1935 wurde extra ein leistungsstärkeres Rundfunkgerät angeschafft, damit die Reden der Naziführer übertragen werden konnten. Die Lehrkräfte besuchten Lehrgänge zur Vererbungslehre und zur Rassenkunde.“

Ab 1939 war kein geordneter Schulbetrieb mehr möglich. Lehrer wurden zur Wehrmacht eingezogen, es gab nur noch wenige beheizbare Räume für den Unterricht und die Fenster mussten abgedunkelt werden. In den Schulräumen wurden während des Zweiten Weltkrieges Flüchtlinge untergebracht, so dass der Unterricht teilweise ganz ausgesetzt wurde. Erst am 12. Februar 1946 kam die Wiedereröffnung mit geregeltem Unterricht.

Persönliche Erinnerungen konnte Norbert Meinert über die Nachkriegszeit bis heute berichten, denn er hat alle Schulleiter dieser Zeit als Schüler oder Lehrer gekannt: Leonhardt Hahn, Herbert Baumgärtner, Johannes Scharfenberg, Ernst-Adolf Meinert, Paul Einbrodt, Manfred Scupien und Hartmut Appel.

Der zeigte sich zum Abschluss mächtig stolz über die gezeigten Leistungen: „Wir sind eine tolle Schulgemeinschaft und Teil des Glückstädter Lebens. Ich bin froh, euer Chef sein zu dürfen.“

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