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Kulturmärz 2015 : Musikalische Reise zu den Sternen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Marinemusikkorps begeistert Publikum in Glückstadt. Vielseitiges Programm bietet Klänge von Wagner und Strauß bis zu Filmmusik und Udo Lindenberg.

„Das wäre ja fast schiefgegangen mit heute Abend“, begrüßte Bürgermeister Gerhard Blasberg die Gäste im Theater am Neuendeich. Irgendwie war wohl vergessen worden, den Termin mit dem Marinemusikkorps Kiel zu bestätigen. Erst auf telefonische Anfrage am Morgen hatte das Orchester kurzfristig und schnell reagiert und war dann am Abend zum jährlichen Konzert in Glückstadt bereit. „Und ich freue mich, dass die treuen Fans uns auch in diesem Jahr wieder nicht im Stich gelassen haben“, freute sich Blasberg über das gut gefüllte Theater.

Wieder einmal erwartete die Besucher ein außergewöhnliches Konzert dieses großartigen Orchesters. Schon seit vielen Jahren besucht das Marinemusikkorps regelmäßig die Patenstadt Glückstadt. In diesem Jahr war das Motto des Konzertes „Götter, Sterne, Galaxie“ und so machte sich das Musikkorps zur Musik der Science-Fiction-Serie „Star Trek“ auf eine Reise durch fremde Welten und ferne Galaxien. Fregattenkapitän Friedrich Szepansky dirigierte gewohnt professionell seine Musiker durch den Abend und hatte zu jedem Stück auch noch einige passende Worte parat. Das Konzert begann ganz klassisch mit der Ouvertüre aus Wagners „Tannhäuser“, in der Minnesänger Heinrich von Ofterdingen, genannt Tannhäuser, den Verführungen der Liebesgöttin Venus verfällt, bevor er, derer überdrüssig, ins normale Leben zurückkehrt.

Von der Venus führte das Orchester das Publikum weiter zum Mond. Das „Lied an den Mond“ aus der Oper „Rusalka“ von Antonin Dvorak wurde diesmal nicht gesungen, sondern auf dem Flügelhorn gespielt. Im weiteren Verlauf des Abends ging es dann noch weiter in den Weltraum, unter anderem zum Jupiter mit Musik aus der Suite „Die Planeten“ von Gustav Holst. Aber auch die traditionelle Marschmusik gehörte zum Programm. Bei den verschiedenen Märschen lebten die Musiker so richtig auf. Orchestermitglied und Komponist Jens Peter Glau hatte auch wieder einen neuen Marsch mitgebracht: „Ay, Ay, Captain“.

Das außergewöhnlich gute Orchester hatte jedoch auch bei der nicht-militärischen Musik große Töne auf Lager. Nicht nur, dass die klassischen Stücke von hervorragender Qualität waren, auch moderne Stücke beeindruckten das Publikum. So wurde die Musik aus dem Film „Independence Day“ von 1996 ebenso gespielt wie der Soundtrack von „Zurück in die Zukunft“ von 1985 und ein Medley aus den Musiken der verschiedenen James-Bond-Filme. Schwung kam auf bei der schnellen Polka „Unter Donner und Blitz“ von Johann Strauß.

Besinnlich wurde es dann zum Schluss: Zunächst gab es ein Gesangssolo von Norman Röh, der das bekannte „Fly me to the moon“, auf Deutsch („Schieß mich doch zum Mond“) sang. Und zum Abschluss des Abends setzte sich Geburtstagskind Jens Peter Glau ans Klavier und gab eine famose Hommage an den verstorbenen Udo Jürgens zum Besten: „Was ich dir sagen will, sagt mein Klavier.“ Großer Schlussapplaus belohnte die Musiker. Die Erlöse aus dem Konzert kommen, wie in jedem Jahr, einem guten Zweck in Glückstadt zugute.


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erstellt am 04.Mär.2015 | 05:38 Uhr

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