SHMF in Brunsbüttel : Musik zwischen Tomaten und Paprika

Waren begeistert von ihrem Gewächshaus-Konzert: (v.l.) Miroslav Nisic, Maurice Maurer und Christoph König an ihrem CD-Stand, an dem sie mit Besuchern ins Gespräch kamen. .
Waren begeistert von ihrem Gewächshaus-Konzert: (v.l.) Miroslav Nisic, Maurice Maurer und Christoph König an ihrem CD-Stand, an dem sie mit Besuchern ins Gespräch kamen. .

Die Gruppe “Uwaga!“ lud ihre Zuhörer an einen außergewöhnlichen Konzertort – in ein Gewächshaus.

shz.de von
21. August 2018, 13:55 Uhr

Es war nicht der erste außergewöhnliche Auftritt für „Uwaga!“ „Wir sind schon öfter beim Schleswig-Holstein Musik-Festival aufgetreten: im Kuhstall, in einer Werkhalle, aber so noch nie“, erklärte Christoph König. Nun gaben die Musiker zum ersten Mal ein Konzert in einem Gewächshaus, nämlich im Westhof Biogewächshaus in Wöhrden.

Gemeinsam mit Maurice Maurer (beide Violine), Miroslav Nisic (Akkordeon), Matthias Hacker (Kontrabass) und in diesem Projekt Max Klaas (Percussion) ist er „Uwaga!“. Das ist Polnisch und bedeutet Achtung, oder Vorsicht.

Und in Acht nehmen musste sich das Publikum. Auf der Bühne gingen etwa Wolfgang Amadeus Mozarts mit seinem Violinkonzert und Bob Marleys „No Women, No Cry“ eine Symbiose ein. Die Musiker von „Uwaga!“ haben ihren eigenen Stil gefunden, in dem sie Popmusik mit Klassik kombinieren. Ihr aktuelles Programm heißt „Dance! Acoustic Crossover von Ballett bis Disco“, in dem alle tanzbaren Musiken, vom Balkan bis zum Tango, aufeinander treffen. Es sind nicht nur Werke anderer Komponisten, die „Uwaga!“ verwendet. Auch eigene Stücke sind dabei, zum Beispiel, wenn „Konsole“ von Christoph König auf „Return to Sender“ von Elvis trifft. Ergebnis ist ein fast eigenständiges Stück – allerdings ohne Hüftschwung, wie eine Zuhörerin anmerkte.

König, Maurer und Nisic verkauften in der Pause ihre CDs und plauderten mit den Konzertbesuchern. „Eine tolle Spielstätte, wir fühlen uns wohl hier,“ sagte Maurer und König fügte an: „Wir mögen Tomaten, Paprika und Dithmarschen.“ Die Künstler hatten sich zuvor durch das Biogemüse gefuttert.

Tango Nuovo von Astor Piazolla, ihrem „Idol des Crossover“, der Tango mit Jazz und klassischer Musik zusammengebracht hat brachten sie zu Gehör und auch den Blumenwalzer aus der Nussknacker-Suite, diesmal mit dem Akkordeon als Harfenersatz. Die insgesamt ungewohnten Töne begeisterten das Publikum und so gab es „Hora Transilvania“ und Mozarts „Türkischer Marsch“ als Zugaben.

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