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Norddeutsche Rundschau

19. Oktober 2017 | 04:18 Uhr

Benefizkonzert : Musik für Taifun-Opfer

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

300 Besucher kamen zum Benefiz-Konzert für die Philippinen in der Kartoffelhalle.

von
erstellt am 02.Dez.2013 | 17:30 Uhr

Von klassischen Klängen über Folk und Funk bis hin zu akustischem Rock – mit viel Live-Musik wurde am Wochenende in Hohenlockstedt Hilfe für die Opfer des Taifuns auf den Philippinen organisiert. Das Benefizfestival, das der Philippiner Jeffrey Carado gemeinsam mit Johanna Zanner, der Dirigentin der Störphonie, auf die Beine stellte, füllte die Kartoffelhalle. Knapp über 300 Besucher erlebten fünf Stunden lang Live-Musik. „Wir waren sehr zufrieden, würden aber gerne noch mehr machen“, sagte der Veranstalter.

Moderiert von Julie Daludado von den Philippinen (wohnhaft in Hamburg) und Michael Evoh aus Nigeria (Wacken) ging es Schlag auf Schlag: Jede Band hatte etwa 30 Minuten Auftrittszeit. Timbo und Band (als Trio mit akustischem Liedermacher-Rock), Pommes Fridge (funkige Chart-Hits), Guitavio (acoustic folk'n'rock) und die „Störphonie“ (klassische Musik) spielten ohne Gage für den guten Zweck. Am Anfang wurde ein fünfminütiger Film gezeigt, den die Gastgeber aus Fernsehberichten von CNN und der BBC zusammengeschnitten hatten. Der 38-jährige Jeffrey Carado aus Manila, der seit 14 Jahren in Deutschland lebt und mit einer Itzehoerin verheiratet ist, erzählte in den Umbaupausen auf der Bühne dann die bewegende Geschichte, wie das Wohnhaus seines guten Freundes in der Stadt Tacloban zu einer Ruine wurde.

Musikalisch beeindruckend das Sinfonieorchester Störphonie, in dem unter der Leitung von Johanna Zanner 42 Kinder und Jugendliche zwischen zwölf und 18 Jahren ein extra dafür zusammengestellte Programm aus Filmmusiken boten – von „Herr der Ringe“ und „Harry Potter“ über „Alice in Wonderland“ und James Bond bis hin zu „Lady in the water“. „Sie haben sich sehr dafür eingesetzt und waren mit ganzem Herzen dabei“, freute sich die Dirigentin.

„Sofort super“ fand der Hauptact des Abends, Sänger und Liedermacher Timbo, die Idee. „Es spielt ja nicht irgendwer, das Programm ist hochwertig. Der Abend ist eine gute Sache, weil ich sicher bin, dass das Geld auch ankommt“, betonte er.

Alle Spenden sollen nun direkt in das Projekt „Aus Trümmern zum Eckstein“ in der Region um Tacloban investiert werden. Organisator Jeffrey Carado freute sich. „Wir sind dankbar für die Sponsoren und dass wir das hier an diesem Ort machen durften. Es ist schon gut gespendet worden. Bei der großen Nachfrage der Bands hätten wir noch ein Konzert geben können.“

 

Spenden: Verein zur Pflege von Haus- und Kammermusik und Musikerziehung, Konto: 80 66 151, Commerzbank Itzehoe, BLZ 222 400 73, Stichwort: haiyanhilfe.



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