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Friedenstag : Musik, Diskussionen und zwei Gottesdienste

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Der Kriminalpräventive Rat (KPR) der Stadt Kellinghusen und die evangelischen Kirchengemeinden Kellinghusen sowie Stellau hatten zum „6. Friedenstag“ eingeladen. Morgens gab es zwei Gottesdienste, danach eine Diskussion im Bürgerhaus.

Die Erinnerung an Geschehnisse, die zum Zweiten Weltkrieg geführt haben, dürfen auch mehr als 70 Jahre danach nicht in Vergessenheit geraten. So luden der Kriminalpräventiver Rat (KPR) der Stadt Kellinghusen und die evangelischen Kirchengemeinden Kellinghusen sowie Stellau zum „6. Friedenstag“ ein. Zum Anlass hatten sie den europaweit begangenen Internationalen Antikriegs-und Weltfriedenstag am Jahrestag des Überfalls von Nazideutschlands auf Polen 1939 und den Beginn des Zweiten Weltkriegs genommen.

Die Veranstaltung begann mit zwei thematischen Friedensgottesdiensten mit Pastorin Gritta Koetzold am Morgen in Stellau und Kellinghusen mit 25 und 60 Teilnehmern. Am Nachmittag setzten Organisatoren und Teilnehmer die Veranstaltung wegen des Regens im Bürgerhaus mit einem fröhlichen Familienfest bei Gesprächen zu Musik, Kaffee und Kuchen fort.

Unter den insgesamt etwa 40 Teilnehmern am Nachmittag waren zahlreiche Vertreter aller politischen Parteien auf Landes- und regionaler Ebene dabei, Vertreter aus dem Seniorenbeirat und Ratsherren, die miteinander die verschiedensten Themen diskutierten, allen voran den Bürgerkrieg in Syrien, aber auch lokale und regionale Themen.

„Wir haben das in anderer Form als in den Vorjahren ausgerichtet, und das kam anscheinend gut an“, sagte Heinz-Jürgen Heidemann (SPD Kellinghusen). Er freute sich auch, „dass parteiübergreifend auch kurz vor der Bundestagswahl demokratische Kräfte bei übergeordneten Themen zusammen eine Veranstaltung auf die Beine stellen.“

Zur Musik von Pastorin Koetzold und einer Gruppe mit irischer Folklore mit Musikerin Elke Altstadt-Westphal wurde schließlich noch gemeinsam gesungen und weitere Texte zum Thema verlesen.

Bei den Gottesdiensten in Wrist und Kellinghusen waren auch viele Konfirmanden und Jugendliche dabei. „Auch wenn wir uns mehr erhofft hätten – das Thema eines bevorstehenden Krieges, das alle angeht, scheint Resonanz hervor gerufen zu haben“, so Heidemann. So fiel das Fazit schließlich gedämpft positiv aus. Horst Nitz vom Kriminatpräventiven Rat fand es „gut, dass zumindest morgens viele Jugendliche dabei waren, die sich auch für die Texte interessierten“, beispielsweise zu Themen wie die „Sprache im Nationalsozialismus“.

Die Veranstaltung sei ein Begriff geworden, habe sich etabliert und die gemeinsame Arbeit bekannt gemacht. „Wir können Themen bewusst machen, die nachwirken.“


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erstellt am 03.Sep.2013 | 05:00 Uhr

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