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Norddeutsche Rundschau

18. Oktober 2017 | 21:35 Uhr

Rock-Konzert : Musik bis zur Erschöpfung

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Konzert mit „2930s“ und „The Graveltones“ in der Lauschbar kommt sehr gut an.

shz.de von
erstellt am 19.Sep.2014 | 12:00 Uhr

Es hat schon viele Rock-Konzerte in Itzehoe gegeben, aber dieses sprengte alles an schweißtreibender Bühnenaktivität, das man bisher gesehen und gehört hatte. Das Duo „Graveltones“, zwei Musiker ursprünglich aus Australien und jetzt in London lebend, verausgabte sich im heißen Scheinwerferlicht bis zur Erschöpfung.

Doch nicht nur ihr körperlicher Einsatz war beeindruckend, vor allem musikalisch überzeugten die beiden mit ihrem eigenwilligen Brachial-Stil das Publikum im prall gefüllten Saal. Einige Zuhörer sagten hinterher: „Das war das beste Konzert, das ich in der Lauschbar je gesehen habe!“

Jimmy O (Gesang und Gitarre) und Mikey Sorbello (Drums) präsentierten einen eigenwilligen groben, rauen Stil als Mischung aus Hard Rock, Blues und Rock’n’Roll, dem sich schwer zu entziehen war. Dabei holten sie buchstäblich bis zur Erschöpfung alles aus ihren Instrumenten heraus. Trotzdem war alles sehr strukturiert, was der eigentlich diffus erscheinenden Darbietung einen kompakten Rahmen und eine unwahrscheinliche Anziehungskraft gab.

Zwischendurch musste Gastgeber Steffen Horstmann am Mischpult der Lautstärkeregler passen – und stellte den Verstärker für das Schlagzeug einfach aus. Das Drum-Solo war trotzdem so heftig, dass Mikey Sorbello nicht nur seine Drumsticks kaputt schlug, sondern hinterher lieber mit zwei von ihnen in jeder Hand weiterspielte.

Aber schon die Einleitung war ambitioniert. Das Trio „2930s“ aus Berlin und Dresden, ein Nebenprojekt von Guss Brooks von „The Boss Hoss“ am Bass, präsentierte Songs der CD „Reaching The Highs/Touching The Lows“ (2014) als lebendige Mischung aus Rockabilly aus den 50ern und Rock’n’Roll. Ihr Bandname kam zustande, weil sie ihr erstes Konzert vom 29. auf den 30. September 2009 gegeben haben. Als Vorgruppe für die „Graveltones“ sind die „2930s“ in fünf Konzerten unterwegs, von Lübeck ging es über Itzehoe nach Kiel. „Es hat Spaß gemacht, in so einem kleinen Club zu spielen“, sagte Guss Brooks hinterher.

Auch im Publikum herrschte Einigkeit. Eigentlich wegen der „2930s“ da, gefielen Heike Proempeler aus Elmshorn auch die „Graveltones“: „Sie waren richtig laut und sehr gut.“ Dem stimmte auch ihre Freundin Jasmin zu. „Wie die ‚Graveltones‘ abgingen – das war richtig klasse.“



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